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Das neue Ausbildungspflichtgesetz

04.09.2016

Auch nach dem Pflichtschulabschluss sind Jugendliche bis zum 18.Lebensjahr künftig verpflichtet eine zusätzliche Ausbildung zu absolvieren.

Mit dem Ablauf des Schuljahres 2016/17 tritt das Ausbildungspflichtgesetz (APflG, BGBl I 2016/62) in Kraft. Es verpflichtet Jugendliche zu einer zusätzlichen Ausbildung nach dem Pflichtschulabschluss; die Verpflichtung endet mit dem Abschluss der Ausbildung, spätestens aber mit dem 18. Lebensjahr.

Mit dem Ablauf des Schuljahres 2016/17 tritt das Ausbildungspflichtgesetz (APflG, BGBl I 2016/62) in Kraft. Es verpflichtet Jugendliche zu einer zusätzlichen Ausbildung nach dem Pflichtschulabschluss; die Verpflichtung endet mit dem Abschluss der Ausbildung, spätestens aber mit dem 18. Lebensjahr. Diese Aus­bildung kann eine schulische Ausbildung sein, sie kann aber auch in der Absolvierung einer Lehre bestehen.

Die durch das APflG geschaffene Verpflichtung richtet sich an die Jugendlichen und an Erziehungsberechtigte. Für Arbeitgeber besteht daher keine Verpflichtung, entsprechende Ausbildungs­angebote zu schaffen oder eine bestimmte Zahl von Lehrlingen einstellen zu müssen.

 

Lehrlinge und Ferialpraktikanten

Die einzige arbeitsrechtliche Bestimmung enthält § 6 APflG. Nach diesem Paragrafen kann ein Arbeitnehmer, der das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, jederzeit das Arbeitsverhältnis beenden,­ sofern dieses der Ausbildungspflicht widerspricht. Das heißt im Klartext, dass diese Regelung für Lehrlinge, echte Ferial­praktikanten und Ferialarbeitnehmer nicht gilt, weil diese der Ausbildungspflicht nachkommen (bei Schülern ruht die Aus­bildungspflicht in den Ferien).

Im Ergebnis hat das APflG aus Sicht der Unternehmen somit praktisch keine Auswirkungen, weil es im Wesentlichen nur für jugendliche Hilfsarbeiter gilt. Da die Ausbildungspflicht mit dem 18. Lebensjahr unabhängig vom Abschluss einer Ausbildung endet, wird es daher die Lohnkategorie „Hilfsarbeiter“ auch weiterhin geben.

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