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Tapetenwechsel

11.09.2009

Ob aus edler Seide meisterhaft und exklusiv, poppig geblumt und großformatig gemustert, einfach klassisch schlicht oder fein gestreift – die Tapete hat wieder Saison.Text: Christine Müller

Sie vermittelt Behaglichkeit und Wärme und erlaubt in ihrer großen Vielfalt dem Bewohner, seiner Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen.
Wer erinnert sie nicht an die dezent naturfarbene Raufasertapete der Siebziger und Achtziger, die wir in den Neunzigerjahren oft nur mit großer Mühe von den Wänden schabten – nun ist sie zurück und das so mannigfaltig wie noch nie.
Keine reduzierten coolen Looks sind mehr gefragt, vielmehr regiert die Opulenz ob in Form großflächiger geometrischer Muster, Floralem oder üppigen Ornamenten. Die Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich entstandenen Papiertapeten, die durch eine Maschine in endlosen Rollen hergestellt werden konnten, waren schließlich ab 1830 aus den Wohn- und Schlafzimmern des Biedermeiers nicht mehr wegzudenken und sollten rund zwanzig Jahre später durch die möglich gewordene Massenanfertigung erst so richtig in allen Wohnungen Einzug halten.

Autor:
Redaktion Color