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Heizöl um ein Drittel teurer als im Vorjahr

09.03.2017

Der Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte der Österreichischen Energieagentur stieg im Jänner um ein Prozent auf 99 Index-Punkte. Damit befindet er sich auf dem höchsten Stand seit August 2015.

Der stärkste Anstieg von allen Energieträgern war laut Energieagentur bei Heizöl zu beobachten: Gegenüber Jänner 2016 verzeichnet Heizöl ein Plus von knapp einem Drittel (32,7 %). Das ist der stärkste Preisanstieg seit Sommer 2010. „Wir beobachten hier einen Trendwechsel", erklärt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur: „Energie hat seit 2012 immer preisdämpfend auf die allgemeine Teuerungsrate gewirkt. Nun wird sie erstmals wieder zum Inflationstreiber“. Bereinigt um Energie würde die Jänner-Inflation im Jahresvergleich bei 1,7 % liegen, Energie steuerte somit insgesamt 0,3 Prozentpunkte zur gesamten Teuerung bei. „Damit ist die Zeit vorbei, in der Energie den Verbraucherpreisindex um 0,5 Prozentpunkte oder mehr senken konnten“, erläutert Traupmann. 

Konkrete Auswirkungen für einen österreichischen Haushalt rechnet Adrian Zelalic, Preisanalyst bei der Österreichischen Energieagentur, an Hand eines Beispiels vor:  „Für eine Tankfüllung mit Heizöl ist derzeit ein denkbar schlechter Zeitpunkt: Für 3.000 Liter Heizöl hätte ein Haushalt im Jänner 2017 immerhin knapp 550 Euro mehr gezahlt als im Jänner 2016.“ Gegenüber September 2016 war eine Tankfüllung im Jänner 2017 um knappe 300 Euro teurer.

Kalter Winter bringt 800 Millionen Euro Mehrkosten für Haushalte
Die Preis- und Kostenanalysen der Energieagentur zeigen, dass im heurigen Winter Haushalte in doppelter Hinsicht mit kostensteigernden Faktoren konfrontiert waren: einerseits stieg durch den Kälteeinbruch der Verbrauch erheblich, andererseits fielen bei Treibstoffen und Heizöl  Preissteigerungen ins Gewicht. Geht man davon aus, dass sich der sehr kalte Winter über die gesamte Heizperiode (bis Ende März/April) fortsetzt, kann – gegenüber der vorigen Heizperiode – mit einem Plus an Heizgradtagen von etwa 20% gerechnet werden. Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur ergeben sich daraus für die österreichischen Haushalte Mehrkosten von bis zu 800 Millionen Euro. Pro Haushalt bedeutet das im Schnitt bis zu 200 Euro pro Jahr.

Um langfristig Kosten zu sparen, rät die Österreichische Energieagentur den heimischen Haushalten, über effizienzsteigernde Maßnahmen wie Sanierungen oder die Anschaffung von effizienteren Geräten nachzudenken. Denn gerade bei steigenden Energiepreisen kommt es insbesondere bei Sanierungen zu deutlichen kürzeren Amortisationszeiten.

„Der heurige Winter hat uns gezeigt: Wir können nicht davon ausgehen, dass Kältewellen der Vergangenheit angehören und fossile Energieträger in Zukunft so billig bleiben. Daher ist es sinnvoll sich zeitig im Frühjahr über Sanierungs- und Effizienzmaßnahmen zu informieren, um für die nächste Heizsaison gerüstet zu sein“, rät Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

Das Informationsangebot der Österreichischen Energieagentur, wie beispielsweise der Heizkostenvergleich oder die Förderungsdatenbank, ist dabei eine erste Anlaufstelle für weiterführende Informationen und steht kostenfrei online zur Verfügung: www.energyagency.at

Autor:
Redaktion Gebäudeinstallation
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