Ende 2005 feierte Österreichs bekannter Maschinenhersteller...
07.03.2006
50 Jahre auf Qualität programmiert

Innerhalb eines halben Jahrhunderts entwickelte sich das Familienunternehmen Höfer von einem Zwei-Mannbetrieb zu einem international angesehenen Hersteller für hydraulische Pressen aller Art. Im Jahre 1955 startete Ing. Gerhardt Höfer mit seiner Frau Henriette den Familienbetrieb. Höfer begann damals mit der Erzeugung einfachster Land- und Tischlereimaschinen (vorwiegend Spindelpressen und Furniersägen).
Höfer steht seit jeher für technische Innovationen. Technologieorientiert begann man sehr früh, sich mit dem gerade aufkommenden Thema der Hydraulik zu befassen. Ende der 50er Jahre baute das Unternehmen die erste österreichische hydraulische Furnierpresse für Tischler. In den 70er Jahren folgte der Schritt in die elektrische und elektronische Steuerungstechnik.
Heute reicht die Produktionspalette von hydraulischen Pressen in verschiedensten Varianten, Korpuspressen und Furnier- und Plattensägen bis zu kundenspezifischen Sonderlösungen für Beschickungs- und Förderanlagen.
Pressen für jede Anwendung
Bei den hydraulischen Pressen bietet Höfer für jede Größe und Anforderung (und das nicht nur im Holzbearbeitungssektor) Maschinen an. Ganz egal, ob es eine leistungsstarke, aber kleine Presse oder ob es eine Großanlage – eingebettet in einen Produktionsprozess – ist. Für Produktionsverfahren, in denen Flächendruck und Temperatur prozessbestimmend sind, zählt Höfer zu den führenden Maschinenherstellern.
Auch bei den Korpuspressen ist Höfer permanent innovativ: Zuerst die Entwicklung der „ineinanderkämmenden Druckwände, über Spindeltrieb verstellbar“ und damit verbunden verschiedene Modellreihen. Schon seit Ende der 70er lieferte Höfer Korpuspressen mit elektronischer Steuerung und Programmspeicherung! Variantenreiche Durchlaufkorpuspressenmodelle für die Möbelindustrie runden die Palette der Korpuspressen ab.
Bei Furnier- und Plattensägen setzt das bekannte oberösterreichische Unternehmen Maßstäbe für den Stand der Technik. Seit Jahren werden erfolgreich staubresistente, hochpräzise Profil-Linearführungsysteme standardmäßig eingesetzt.
Damit haben die Maschinenbauer bei diesen Anlagen den oft unruhigen Lauf der Aggregate, hervorgerufen durch Staubablagerungen auf den Führungsschienen, richtungsweisend in den Griff bekommen. Flexer, zur Aufbereitung von Furnieren („Furnierleder“) für die 3-D Furnierpresstechnik, stellen eine der jüngsten Entwicklungen des Unternehmens dar und werden in aktuellen Forschungs- und Holzdesignprojekten eingesetzt.
Umfangreiche Investitionen
In den letzten Jahren hat der Familienbetrieb massiv investiert: CNC-Fertigungsmaschinen für kürzere Produktions- und Durchlaufzeiten, eine neue Montagehalle mit einer Höhe von 12 m und einem 25-to Kran. Auf 10.000 Quadratmeter Fertigungsfläche stellen 60 Mitarbeiter die Höfer Qualitätsprodukte in Oberösterreich her.
„Die strukturellen Veränderungen in der Tischlereibranche führten dazu, dass wir neue Märkte suchten. Für die Automobilzulieferindustrie und sämtliche andere Bereiche, wo Pressen und Anlagen benötigt werden, sind wir tätig“, sagt der Geschäftsführer Wolfgang G. Höfer. Beispielsweise wird die Innenverkleidung des Großteils der deutschen Automarken auf Höfer-Pressen gefertigt. „Wintersportler stehen auf Höfer“, erklärt der Geschäftsführer lachend, „fast alle Skier und Snowboards sind mit Belägen, die auf Höfer-Maschinen gepresst werden, ausgerüstet. In den letzten Jahren konnten wir uns durch Qualität, Lösungskompetenz und kurze Lieferzeiten erfolgreich im Bereich Sondermaschinen- und Sonderpressenbau etablieren.“
Die größten Pressen
Auch die bisher größte österreichische Presse wurde in dem Taiskirchner Unternehmen hergestellt. Drei solcher GFK-Pressanlagen, die eine Arbeitsfläche von 60 Quadratmetern haben, lieferte Höfer für den Nutzfahrzeughersteller Kögel zwischen 1990 und 1995 nach Deutschland, Tschechien und China.
Ein großes Potential sieht die Firmenleitung in ihren Mitarbeitern. Für die immer komplexer werdenden Sonderprojekte sind erfahrene Mitarbeiter Grundvoraussetzung. Dadurch werden die bekannte Zuverlässigkeit und Spitzenqualität der Lösungen von Höfer möglich. „Wir betreiben intensive Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Anwendern und Komponentenlieferanten“.
Unternehmensintern wird die Lehrlingsausbildung in dem Traditionsunternehmen groß geschrieben. „In den vergangenen 50 Jahren wurden zirka 200 Lehrlinge ausgebildet“, so Wolfgang G. Höfer. Eine Reihe von Berufen, angefangen vom technischen Zeichner über Schlosser und Maschinenbauer bis hin zum Mechatroniker, kann im Betrieb erlernt werden. Das laufende Jahr sieht der Geschäftsführer absolut optimistisch: „Unsere derzeitige Auftragslage ist beruhigend, die Grundlage für ein weiteres erfolgreiches Jahr haben wir gelegt.“
Auf vielen Märkten präsent
„Man muss heute auf vielen Märkten präsent sein“, lautet die Maxime. Die Exportrate des Unternehmens liegt bei rund 70 Prozent. Hauptabsatzmärkte sind Europa (hier vor allem Mitteleuropa und Skandinavien) und die USA.
Als Basis für weitere Erfolge will das Taiskirchner Maschinenbauunternehmen auf die konsequente Betreuung bisheriger Kunden und Märkte setzen. „Andererseits legen wir auf die Erschließung neuer Geschäftsfelder wie beispielsweise in der Blechverarbeitung, der Parkettindustrie und der 3D-Furnier- Formtechnik in Stahl- und Kunststoffverarbeitung großen, Wert“, blickt Wolfgang G. Höfer in die Zukunft.

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