Die Orgatec – Office & Object von 24. bis 28. Oktober 2006...
20.12.2006
Das schlaue Büro

"Open Space"-Büro
Immer mehr Unternehmen schaffen deshalb "Open Space"-Büros auf großen Flächen. Sie orientieren sich strikt am Arbeitsablauf und ermöglichen Kommunikation ohne Rücksicht auf Hierarchien. Dennoch bleiben ausreichend Refugien für die konzentrierte Einzelarbeit. Eine Reihe von Ausstellern bieten entsprechend umfassende Lösungen oder Einzelkomponenten an. Raum-in-Raum-Systeme können unterschiedlichste Szenarien kreieren: vom Arbeitsplatz in der Leitwarte, der mit mehreren Monitoren ausgestattet ist, zum Entspannen aber auch Hängematte und Billardtisch einbezieht, über das edel eingerichtete Konferenzzimmer bis zum Bistro und zum Seminarraum, dessen Möbel sich durch maximale Flexibilität auszeichnen. Eine außergewöhnliche Lösung für die Privatsphäre am Arbeitsplatz erinnert an den antiken Philosophen Diogenes: Eine "Tonne" schirmt den arbeitenden Menschen vom Büroalltag ab. Der Mensch im Mittelpunkt: Licht, Akustik, Ambiente dienen der Motivation. Dazu zählen auch Licht, Boden und Akustik - neben der Einrichtung drei Schwerpunktthemen der Messe. Mit dem Themenstand Licht bot die Orgatec heuer einen umfassenden Überblick. Auch zu diesem Themenbereich steuerten die Aussteller eine Reihe schalllenkender Produkte bei, darunter Trennelemente für den Arbeitsplatz und Akustikmöbel mit schalldämpfenden Oberflächen. Moderne Textilien für Boden, Wand und Decke vereinen Schallabsorption und Lichtdurchlässigkeit mit der Möglichkeit, Farbakzente zu setzen.
Gesund sitzen
Nach dem Motto "Andere Länder, andere Sitze" verriet die Orgatec auch die Vorlieben zumindest der europäischen Büroarbeiter. Ein Modell verstellt die Sitzhärte von "französisch komfortabel" bis "skandinavisch kräftig". Ein Hersteller setzt kleine Menschen auf das gleiche Modell wie Kollegen größerer Statur. Er bietet einen "Stuhl für alle", der sich auf die Sitzbedürfnisse von 95 % der Weltbevölkerung einstellen lässt. Wenn es um Motivation geht, darf das aktive und passive Wohlfühlen nicht fehlen. Der eine Stuhl lädt durch entsprechende Form zum "Lümmeln" zwischendurch ein, der andere bietet ein eingebautes Massagesystem mit Akkubetrieb. Und wer es schließlich ganz bequem mag, der überträgt dem Stuhl noch weitaus größere Teile der täglichen Arbeit. Ein Sender in der Sitzfläche "spürt", ob das Möbel besetzt oder frei ist und schaltet das Licht und elektrische Geräte ein und aus, startet die Kaffeemaschine und reguliert die Heizung. Damit aus Wohlbefinden nicht Faulheit wird, erinnert er nach terminierter Voreinstellung per Licht- oder Tonsignal daran, einmal aufzustehen und sich zu bewegen.
Retro
Unter den gestalterisch anspruchsvollen Möbeln sind eine Reihe von Retro-Modellen, die entweder in ihrer Formensprache an die 60er- und 70er-Jahre erinnern, oder ihre Vorgänger sogar als Neuauflagen wiederbeleben - wie die Colani- Liege TV-Relax aus der 68er-Generation, die allerdings eher für die außergewöhnlichen Büros infrage kommt.
Für Technik-Banausen
Konferenztische integrieren Technikeinheiten für die Strom-, Medien- und Datenversorgung. Sie bleiben dabei flexibel für alle möglichen Konstellationen und Arbeitssituationen: Mit einfachen Steckverbindungen lassen sich Konferenzplätze für viele Teilnehmer im Handumdrehen für alle Optionen moderner Medientechnik verbinden. Was moderne Konferenzsysteme durch die Symbiose unterschiedlichster Technologien, Medien und Raumelemente wie Trennwände, Systemböden und Möbel heute bereits leisten können, das zeigte die Orgatec außerdem die Sonderschau "mPeople - Abenteuer Meeting".
Artikel aus: Tischler Journal 12/06, S. 16

Werbung



Drucken
Empfehlen
Kommentieren
Share
Kommentar schreiben


