19.09.2007
Ein Schloss am Wörthersee...
Wenn Sie sich einmal wirklich etwas Gutes gönnen möchten, hier ist ein Tipp: Buchen Sie eine Luxus-Suite im „Schloss am Wörthersee“ in Velden. Die Preise liegen zwischen tausend und viertausend Euro/Nacht. Dafür gibt es dann allerdings auch Luxus pur.
Der hoteleigene Badebereich ist von der Promenade völlig abgeschirmt und über eine eigene Unterführung erreichbar. Baden kann man sowohl im See als auch im darin „eingelassenen“ Pool. Ihr Motorboot deponieren Sie in der hauseigenen Marina. Von dort sind Sie in ein paar Schritten im Restaurant Seespitz - ein ausgezeichneter Platz um einen Imbiss einzunehmen - und gesehen zu werden.
Malermeister als Wegbegleiter
Einer, der hier im Schlosshotel Velden ein und aus geht als wäre er zuhause, ist Malermeister Otto Hirsch aus Leonding bei Linz. Er kennt das Schloss seit über 15 Jahren und war auch beim jüngst erfolgten Umbau des Neorenaissance-Gebäudes zum Luxushotel wieder Generalunternehmer für die Malerarbeiten. Die ersten Arbeiten, die er seinerzeit für den damaligen Eigentümer Gunter Sachs durchgeführt hatte, waren Lackierungsarbeiten an den Fenstern. Von da weg riss der Kontakt zur Familie Sachs nicht mehr ab. Der nunmehrige Auftrag anlässlich der Generalsanierung des Schlosses kam allerdings schon aus der Richtung des neuen Besitzers, der Hypo-Alpe-Adria (www.hypo-alpe-adria.com/), die das Anwesen um 22 Millionen Euro von dem deutschen Industriellen erworben hatte und es nun für etwa 100 Millionen Euro sanieren und erweitern ließ. Vorbesitzer Gunter Sachs erhielt übrigens in einer der neuen Suiten das lebenslange Wohnrecht.
Allergie geprüft
Den Auftrag für die Malerarbeiten teilte sich die oberösterreichische „Malerwerkstätte Otto Hirsch“ in einer ARGE mit den Malereibetrieben Fina, Sucher und Pugganig (Gruppe Purpurrot), alle aus Kärnten. Wie auf seinen anderen europaweit angesiedelten Baustellen arbeiteteHirsch auch hier wieder mit Materialien von Synthesa bzw. Caparol. Bei der im traditionellen „Schönbrunner Gelb“ gehaltenen Fassade des Schlosses kam beispielsweise die Fassadenkalkfarbe „Meradur“ zum Einsatz. Sie kommt der historischen Sumpfkalk-Färbelung am allernächsten und ist für Anwendungsbereiche wie hier geradezu prädestiniert. Im Innenbereich arbeiteten die Maler großteils mit „Primalon Innendispersion extra“ von Synthesa. Diese Innenfarbe trägt das offizielle OFI-Prüfsiegel „Allergie geprüft, Schadstoff geprüft sowie physiologisch unbedenklich“ und ist deshalb für öffentliche Bereiche besonders gut geeignet.
Ebenfalls von der Synthesa Gruppe stammt das Capatect Wärmedämm-Verbundsystem, das in den Loggien des modern gestalteten Neubautrakts für optimale Wärmedämmung sorgt. In diesem Trakt sind auch die Nobelsuiten des Hotels beherbergt und das 3500 qm große Wellness-Areal. Das Wärmedämm-Verbundsystem wurde von der Firma Bauer Fassaden aus Ulrichsberg/OÖ ausgeführt. Bis zu 60 Maler bevölkerten zeitweise die Veldener Baustelle. Nur in einem Teil des Schlosses bzw. des Neubaus hatten sie nichts zu suchen.
Das waren die Räume von Gunter Sachs . Hier arbeitete die Graffiti-Fraktion. Der Industrielle und Photograph hatte nämlich beschlossen, seine Suite ganz dieser Kunstrichtung zu widmen. „Die durften all das, was unsere Maler nicht durften,“ so Hirsch lachend über die von „G.S.“ engagierten Sprayer, „die konnten kommen und gehen wann sie wollten und durften sogar rauchen bei der Arbeit.“
aus: Color 09/07, S. 20f.

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