von Martin Pechal
02.07.2008
Innovation und Design
Bruttomessefläche 350.000 Quadratmeter, 2.700 Direktaussteller und Vertretungen und Fachbesucher aus aller Welt. Das sind nur einige Ziffern, welche die Messe prägten. Diesbezüglich war es kein Zufall, dass mehr als 600 Auslandsaussteller, also acht Prozent mehr als bei der letzten Veranstaltung, an der MCE teilnahmen.
Vom starken Interesse der Auslandsfirmen für diese Messe zeugte auch die bedeutsame Vergrößerung der in den traditionellen Bereichen belegten Messefläche um über 29 Prozent.
Was die typischen Messebereiche anging, so war eine Steigerung der Messefläche der Aussteller der Zweige Heizung, Komponenten und Ausrüstungen sowie Wasseraufbereitung um etwa sechs Prozent zu verzeichnen. Noch bedeutender war das Resultat im Bereich Sanitärtechnik, in dem die belegte Fläche um 15 Prozent anstieg.
Der rote Faden der Messe bestand im Konzept Comfort & Living Technology, wobei die Themen der Energieeinsparung und der Umweltnachhaltigkeit im Fokus standen.
Außer dem Messebereich bot die MCE 2008 eine Reihe von Initiativen, die von der Vertiefung der technischen und Industriethemen zur Entwicklung neuer Möglichkeiten für die Begegnung von Ausstellern und Fachleuten der Branche, zur Förderung von Anregungen für neue Interessengebiete und zu neuen Events reichten. Besonders bedeutend ist die neue, exklusive Partnerschaft mit der UIA, Internationale Vereinigung der Architekten.
Die MCE 2008, mit Expobagno, präsentierte sich weiters als internationale Messe für Badezimmereinrichtung, die am Samstag auch den Endverbrauchern Zutritt gewährte und alle aktuellen Neuheiten in den Bereichen Sanitärkeramik, Armaturen, Wellness, Bad-Accessoires und Verkleidungen präsentierte. Expobagno bestätigte nicht nur die Ziffern der vergangenen Veranstaltung mit mehr als 200 Ausstellern, sondern zählte auch auf einen signifikanten Anteil an Auslandsfirmen.
Die erste Neuheit der Veranstaltung bestand im neuen Layout der Messeflächen in den Hallen 14 und 18. Hinzu kamen viele weitere Neuheiten der Expobagno 2008 wie die Exklusivvereinbarung mit der UIA, die mehr als eine Million Architekten weltweit vertritt. Diese Partnerschaft besteht vor allen Dingen auf internationaler Ebene im Rahmen von drei Tagungen zu Themen der Umweltnachhaltigkeit und des Designs sowie eines Sonderevents im Stand der UIA.
Zum vierten Mal fand die Next Energy, Biennale für Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen, im Rahmen der Mostra Convegno statt. In diesem Bereich wurde die interaktive Ausstellung mit Produkten und Bausystemen, Anlagen und Energiequellen „Verso la classe A“ (Kurs auf Klasse A) organisiert, die von Next Energy in Zusammenarbeit mit BE-MA editrice geplant wurde. Sie bot sowohl einen breiten Überblick über hochenergieeffiziente Produkte und Lösungen als auch ein Tagungsprogramm mit hohem Informations- und Weiterbildungswert. An den 20 Tagungen der Veranstaltung 2006 nahmen circa 3.000 Personen teil. Next Energy 2008 präsentierte auch den „Rundgang der Energieeffizienz“, der die Produkte in den Blickpunkt rückte, welche die in den vor kurzem diesbezüglich erlassenen Normen vorgeschriebenen Anforderungen erfüllten. Erneut fand auch der Wettbewerb für Planer in aller Welt, der Next Energy Award, statt, in dessen Rahmen Avantgarde-Projekte im Bereich Energie ausgewählt wurden. Hinzu kam die Living-Expo, ein in Zusammenarbeit mit Living Forum erstellter Bereich, der der Domotik und der Building Automation gewidmet war.
Bezüglich dieser Themen wurde diese Initiative mit einem breitgefächerten Tagungsangebot als würdiger und fachlich niveauvoller Bezugspunkt für Personen, Firmen und Institutionen gehandelt. „Die Energieeffizienz ist kein abstraktes Konzept, sondern die bewusste Wahl konkreter Lösungen zur Reduzierung des Verbrauchs und Erhöhung des Gebäudekomforts“, so das erklärte Ziel der interaktiven Ausstellung „Kurs auf Klasse A“, die eine der Schlüsselveranstaltungen der Next Energy, die alle zwei Jahre stattfindende Messe für Energie, verkörperte.
Bei der Planung der Ausstellung, zu der Giuliano Dall´O´ Architekt und Associated, Professor für umwelttechnische Physik beim Department BEST des Politecnico Milano, seinen wissenschaftlichen Beitrag leistete, bestand das Hauptziel in der Schaffung eines Events, das den Besucher voll und ganz einbezieht und ihn physisch in die Welt der Energieeffizienz und -einsparung führt.
Dementsprechend wurde die Ausstellung als Rundgang gestaltet, der die Etappen der Forschung nach konkreten Lösungen simulierte, die der Planung eigen ist. Entlang dieses Rundgangs waren Produkte, Bausysteme, Anlagen und Technologien für die Nutzung von erneuerbaren Quellen ausgestellt und jedem Exponat war ein „Energiewert“ (Rating) zugeordnet, der anhand von vorhandenen Bezugsstandards festgestellt wurde. Jeder Besucher konnte somit ein hypothetisches Projekt erarbeiten.
„Das Zivilbauwesen verkörpert in Europa circa 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs“, erklärte Arturo Colantuoni Sanvenero, Generaldirektor von Reed Exhibitions Italia, „daraus ergab sich die Notwendigkeit, ein Ad-hoc-Event zu kreieren, das die Bewertung der verschiedenen Energieeinsparungslösungen ermöglicht, die von den Akteuren der Branche angeboten werden. Ein Messeunternehmen kann mit der Verbreitung der Kultur für die Wahl der für jedes Gebäudesystem am besten geeigneten Maßnahmen auf dem Markt einen Beitrag dazu leisten.“

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