Studie: Möbelhandel 2003 in Österreich
21.11.2003
Studie: Möbelhandel 2003 in Österreich

RegioPlan Analyse
Filialisierte Unternehmen gewinnen,
Kooperationen halten gut mit, Einzelkämpfer verlieren stark!
Trend: Schwieriges Jahr 2003!
Im Jahr 2002 schrumpfte der Umsatz im Möbeleinzelhandel um –0,9 %! In den ersten Monaten des Jahres 2003 verringerte sich der Branchenumsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum 2002 um weitere 5 Prozent! Angesichts dieser Entwick-lungen wird das Jahr 2003 zur großen Herausforderung der Branche!
Trend: Weniger Outlets, mehr Flächen!
Die „Big players“ im Möbelhandel bauen bestehende Standorte um oder erwei-tern diese Standorte, während viele kleinere, hauptsächlich Einzelkämpfer-Standorte geschlossen werden. Branchenweit sinkt die Outletanzahl - dennoch steigt die Verkaufsfläche!
Trend: Kleinere Händler vor dem Aus?
Standorte mit kleineren Verkaufsflächen als 6.000 m² gelten als veraltet und entsprechen nicht mehr den Konsumentenwünschen hinsichtlich Ange-bot und Auswahl. Kleinere Anbieter werden sich in Zukunft nur durch eine klare Differenzierung von den Großen behaupten können – derzeit betrifft die Reduzie-rung der Standortzahl in der Branche vor allem die „Kleinen“!
- Gesamtmarkt
Die folgende Tabelle zeigt die Umsatzentwicklung (Gesamtumsatz) des Möbeleinzelhan-dels. In diesen Umsätzen sind aber auch eventuelle Umsätze aus anderen Sortimentsbe-reichen (z.B. Haushaltsgeräte) enthalten:
Jahr UmsatzMio. € VeränderungProzent
2001 3.694 -
2002 3.661 - 0,9
Quelle: RegioPlan Consulting GmbH, Studie: „Der Möbelhandel in Österreich 2003“
- Verkaufsflächen, Outletanzahl und Produktivität:
Im Jahr 2002 betrug die Verkaufsfläche des Möbelhandels 2,46 Millionen m² bei 2.782 Outlets. Aufgrund der Branchensituation ist langfristig eine leichte Standortverringerung bei gleichzeitiger Zunahme der Verkaufsflächen anzutreffen. Die Produktivität im Möbel-handel hält bei 1.488 EUR / m² Verkaufsfläche.
- Betriebstypen
Die Bedeutung der einzelnen Betriebstypen nach Verkaufsflächenanteilen weist eine eindeu-tige Entwicklung auf:
Tabelle 2: Verkaufsflächenanteil nach Betriebstypen
Betriebstyp Verkaufsflächenanteil, in Prozent
Trend 2000 2001 2002
Filialisierte Anbieter 61 63 66 ì
Kooperierte Anbieter 22 22 20 è
Sonstige Anbieter 17 15 14 ê
Gesamt 100 100 100
Quelle: RegioPlan Consulting GmbH, Studie: „Der Möbelhandel in Österreich 2003“
Eindeutig erkennbar ist der Vormarsch der filialisierten Unternehmen, bei dem die Koopera-tionen hart darum kämpfen, den Anschluß zu halten. Die Marktmacht der „sonstigen Anbieter“ (Einzelkämpfer, etc.) schrumpft aber seit Jahren!
- Expansion in Österreich weitgehend eingestellt, nur Diskonter wachsen weiter!
Am österreichischen Markt ging die Expansionswelle der großen Marktteilnehmer seit dem vergangenen Jahr deutlich zurück. Beispielsweise eröffnete die Leiner/Kika-Gruppe
von 1999 auf 2000 noch sechs neue Outlets, im Jahr 2001 ist ein weiterer Standort hinzu-gekommen, während 2002 die Standortzahl um eine Filiale reduziert wurde. Ähnlich ist die Situation auch bei der Lutz-Gruppe.
Im Gegensatz dazu werden die Diskonter der Branche immer wichtiger und expandieren stark, wie das Beispiel Möbelix zeigt.
Die großen filialisierten Anbieter konzentrieren sich nun vermehrt auf den osteuropäischen Markt sowie auf Deutschland, wo die große Marktkonzentration noch bevorsteht.
- Verbrauchsausgaben:
Ausgehend von 3.366.311 privaten österreichischen Haushalten (Volkszählung 2001) gibt der durchschnittliche österreichische Haushalt 1.400 € für Möbel und „möbelnahe Produkte“ wie etwa Hausrat, Raumausstattung, Weißware aber auch Elektro-Kleingeräte aus.
Auf jeden Haushalt Österreichs entfällt daher schon 1 m² Verkaufsfläche im Möbelhandel!
- Marktanteile
Die Top 5 Marktteilnehmer im österreichischen Möbelhandel im Jahr 2002 sind nach Um-satz bzw. Marktanteilen geordnet wie folgt:
Rang Unternehmen/Gruppe
1 Kika/Leiner -Gruppe
2 Lutz-Gruppe
3 Ikea
4 Garant
5 Union
Quelle: RegioPlan Consulting GmbH, Studie: „Der Möbelhandel in Österreich 2003“
Die Umsatzkonzentration im Möbelhandel ist sehr ausgeprägt: Die TOP 5 Unterneh-men vereinnahmen ca. 71 %! Auf die drei stärksten Unternehmen gemeinsam (Kika/Leiner, Lutz-Gruppe und IKEA) entfallen sogar über 60 % des Branchenumsatzes!
- Bedeutung der Produktgruppen
Quelle: RegioPlan Consulting GmbH, Studie: „Der Möbelhandel in Österreich 2003“
Diese Aufstellung enthält alle für den Möbelhandel bedeutsamen Produktgruppen. Selbstverständlich fällt die konkrete Aufteilung dieses „Marktdurchschnitts“ von Markt-teilnehmer zu Marktteilnehmer sehr unterschiedlich aus.
In allen Schlüsselbranchen sind Filialisten und kooperierenden Unternehmen auf dem Vor-marsch: Sind Allianzen das Patentrezept? Gilt die These „Survival of the fittest“ auch für Österreichs Handelslandschaft?
Verfasser:
RegioPlan Consulting - erstellt die Studie „Der Möbelhandel in Österreich”, diese wurde im Juni 2003 fertiggestellt. Die rund 70 seitige Studie zum Preis von EUR 770,- (+20% MWSt.) enthält zahlreiche grafische Darstellungen und Tabellen, sowie eine Farbkarte der Marktpotentiale.
RegioPlan Consulting GmbH,
A-1060 Wien, Theobaldgasse 8
Telefon: ++43/1/5860453
Fax: ++43/1/5860453-20
E-Mail: office@regioplan.at Internet: www.regioplan.at

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