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Die meisten Unfälle werden durch unsachgemäßen Umgang mit Handwerkzeug verursacht.

Sicherheit in der Metallbearbeitung

15.12.2016

In Handwerk und Fertigung ist Unfallvermeidung ist ein wichtiges Thema. Wichtige Maßnahmen zur Prävention.

Eile, Unachtsamkeit oder Unwissen – ein Großteil der Arbeitsunfälle ist auf „menschliches Versagen“ zurückzuführen. Technische Unfallursachen werden durch bessere Sicherheitsausrüstungen dagegen seltener. Darum ist es für Betriebe besonders wichtig, das Thema Unfallverhütung niemals aus den Augen zu verlieren. Neben dem betrieblichen und volkswirtschaftlichen Schaden stellen Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten vor allem immer menschliches Leid dar. Geschulte MitarbeiterInnen können Gefahrenquellen einschätzen – damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit für Menschen und für den Betrieb.

Ausgewählte Themen ins Bewusstsein rufen

Das Thema Sicherheit zieht sich durch alle Bereiche unserer Arbeit – ob Arbeitsstätte, Arbeitsverfahren oder Arbeitsmittel, bei Maschinen und Anlagen, Gefahrenstoffen über die persönliche Schutzausrüstung – überall sollten Richtlinien eingehalten werden. Ein sorgfältiger Umgang muss gelernt sein, die Maßnahmen und Möglichkeiten bzw. die Folgen sollten immer wieder ins Bewusstsein gerufen werden. Schulungen in regelmäßigen Abständen oder thematische Inputs als fixer Bestandteil diverser Besprechungen helfen, damit das Sicherheitsthema ständig präsent ist.

Arbeitsstätten 

Verkehrswege, Stiegen, Bodenkennzeichnungen, Fluchtwege, Notausgänge, Verladerampen, Lagerungen, Büroarbeitsplätze – überall gibt es Normen und Vorschriften, die einzuhalten sind. Welche Abstände es braucht, wie gekennzeichnet werden muss, damit eine eindeutige Erkennbarkeit gegeben ist, damit sollte jeder Unternehmer vertraut sein. Besondere Bedeutung kommt dem Brandschutz zu. Hier ist zwischen baulichem, betriebstechnischem und organisatorischem Brandschutz zu unterscheiden, dazu kommen Maßnahmen zur Brandbekämpfung. Die Richtlinien sind verbindlich und in der Arbeitsstättenverordnung verankert. In eigenem Interesse sollten Betriebe für eine korrekte Umsetzung sorgen.

Richtiger Umgang mit Arbeitsmitteln

Gibt es Leitern im Betrieb, die MitarbeiterInnen verwenden? Auch dazu gibt es sicherheitstechnische Angaben. Vielleicht stellt so mancher Unternehmer die Sinnfrage, wenn er über die Anleitung, wie ein Hammer zu bedienen ist, informiert wird. Wahrscheinlich leuchten Vorschriften zu Schweißarbeiten, Lackierarbeiten, Arbeiten mit Kränen oder Druckluftanlagen mehr ein. Es sei erwähnt, dass die meisten Unfälle durch unsachgemäßen Umgang mit Handwerkzeug verursacht werden, Schnitt- und Stichverletzungen führen die Statistik an. Dazu kommt die ordnungsgemäße Aufbewahrung und der gesicherte Transport – Faktoren, die weiteres Wissen voraussetzen.

Schweißen

Umfangreiche Anleitungen, Vorschriften und Standards sind beim Schweißen einzuhalten. Zu unterscheiden sind sicherheitstechnische und gesundheitliche Aspekte. Die persönliche Schutzausrüstung der Arbeiter, Schutzmaßnahmen gegen elektrische Gefahren, die Sicherstellung funktionstüchtiger Geräte, der Umgang mit Brennern und Gasflaschen usw. – das Schweißen ist sicherheitstechnisch eine besondere Herausforderung. An Gefahren lauern Strahlungen, Augen- und Hautverletzungen, Schadstoffe oder Lärmeinwirkungen, die zu dauerhaften Schäden führen können. Hier kann nur appelliert werden, umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und sämtliche Richtlinien einzuhalten.

AUVA-Experten des Unfallverhütungsdienstes

Partner im Bereich Unfallverhütung ist die AUVA. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt beschäftigt sich intensiv mit allen Themen der Prävention, Verhütung und Unterstützungsmaßnahmen, wenn etwas passiert ist oder eine Berufskrankheit vorliegt. Die Experten des Unfallverhütungsdienstes besuchen auch die Betriebe. Sie informieren, beraten, erarbeiten Lösungen und führen Messungen durch. Angeboten werden auch Schulungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. [D.Bracher] 

AUVA-Schulung: „Sicherheit in der Metallbearbeitung“

Am 15. Februar 2017 um 17 Uhr laden die Landesinnungen NÖ der Metalltechniker und Mechatroniker zu einer AUVA-Schulung nach St. Pölten ein. Neben ausgewählten Themen für die Branche zum Thema Sicherheit gibt es vor Ort die Möglichkeit, die Metallermappe der AUVA zum vergünstigten Bezug zu erwerben/bestellen.
Eine Einladung mit genauen Infos erfolgt an alle Mitglieder per Post/Newsletter bzw. finden Sie die Details auf der Homepage 
http://noe.metalltechnik.at

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