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100 Jahre Bauhaus: Krefeld Pavillon

28.05.2019

Ein wichtiger Beitrag der Stadt Krefeld zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus-Ideenschule wurde Anfang April eröffnet: Die begehbare Skulptur „Krefeld Pavillon“ des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schütte, die von RKW Architektur + realisiert wurde.

Entstanden ist der außergewöhnliche Ausstellungsort auf Initiative von Projekt MIK e.V. unter anderem mit Unterstützung von Interface, einem weltweit führenden Hersteller modularer Bodenbeläge.

Verflechtung von Kunst und Wirtschaft
„Der ‚Krefeld Pavillon‘ von Thomas Schütte hat auf den ersten Blick nichts mit dem zu tun, was im Allgemeinen mit Bauhaus assoziiert wird“, sagt Christiane Lange, Vorsitzende von Projekt MIK e.V. und Kuratorin der Ausstellung „Bauhaus und Seidenindustrie“. „Ihn zum Ort einer Ausstellung über die Verbindung von Seidenindustrie und Bauhaus zu machen, ist eine bewusste kuratorische Entscheidung. Weder dekonstruierend noch fortschreibend, ignoriert er das Bauhaus als Ikone der Avantgarde. Stattdessen rückt mit ihm die bildende Kunst in den Mittelpunkt. Sie bildet den konstituierenden Rahmen der Ausstellung. Ihr fällt am Bauhaus, dessen Meister fast alle bildende Künstler und nicht Architekten waren, eine ebenso zentrale Rolle zu wie in dem langen gestalterischen Innovationsprozess, den die Seidenindustrie seit den 1920er-Jahren vollzogen hat.“
In der Seidenstadt Krefeld waren seit den 1920er bis 60er Jahren viele Bauhauslehrer und -absolventen tätig. Dieses komplexe Netzwerk haben sieben Kunst-, Wirtschafts- und Architekturhistoriker erforscht. Die Ausstellung mit ihren Ergebnissen beleuchtet in Zeitdokumenten und Filmen die Verbindung, welche die Stadt Krefeld und ihre Seidenindustrie zum Bauhaus hat. Dabei nimmt Mies van der Rohe als letzter Bauhaus-Direktor eine besondere Stellung ein. Von ihm stammen die Entwürfe für die Villen Haus Lange und Haus Esters sowie für sein einziges Fabrikgebäude: Das Färberei- und HE-Gebäude für die Vereinigte Seidenwebereien (Verseidag). Auf dem heute als Mies van der Rohe Business Park bekannten Gelände befindet sich der deutsche Firmensitz von Interface im ehemaligen Pförtnerhaus der Verseidag. Nicht zuletzt aufgrund dieser einmaligen Räumlichkeiten fühlt Interface sich dem Bauhaus in Krefeld eng verbunden und engagiert sich als Sponsor der privaten Initiative Projekt MIK e.V. und begleitet ebenso in diesem Jahr das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt „map 2019 Bauhaus Netzwerk Krefeld“. Dazu gehören auch Vorträge, Kulturveranstaltungen und wissenschaftliche Fachtagungen, die im „Krefeld Pavillon“ stattfinden. Gleichzeitig ist der hölzerne Bau Ausgangspunkt für Architekturführungen, die neben den Häusern Lange und Esters auch den Mies van der Rohe Business Park einschließen. Auch ein Besuch der Interface-Räumlichkeiten ist nach Absprache möglich. Unter dem Titel „100 Jahre Bauhaus – 100 Stories by Interface“ präsentiert Interface zudem mit Unterstützung von Projekt MIK online abwechslungsreiche Geschichten rund um Architektur und Design, Tradition und Innovation.

Bis 30. Oktober:
Krefeld Pavillon
Wilhelmshofallee, D-57800 Krefeld

Mehr Informationen: http://www.projektmik.com

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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