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Aedes Architekturforum BerlinAedes Architekturforum BerlinAedes Architekturforum BerlinAedes Architekturforum Berlin

40 Jahre Aedes Architekturforum

03.11.2020

Seit vielen Jahren ist Aedes, das Architekturforum in Berlin, ein geflügeltes Wort der Architekturszene und steht seit jeher für einen interdisziplinären Austausch im Spannungsfeld von Städtebau, Architektur und Design.

Gegründet wurde das Aedes Architekturforum Berlin im Jahr 1980 von der Journalistin Kristin Feireiss und Helga Retzer mit dem Ziel Architektur und Stadtraum als bedeutende Faktoren des täglichen Lebens im Bewusstsein einer erweiterten Öffentlichkeit zu verankern und damit auch außerhalb von Expertenrunden, im Spiegel sich wandelnder Gesellschaften, Bedingungen und unabhängig von Stilfragen zur Diskussion zu stellen.

Der neue Aufbruch
Zwar hatten große Museen schon immer auch Ausstellungen zur Architekturgeschichte in ihrem Programm – dass jedoch der Architektur selbst ein eigenständiger Kultur-Raum gewidmet wurde, war ein absolutes Novum. Bis heute wird das vielfältige Programm als progressives Experiment fortgesetzt. Mit inzwischen ca. 600 m² Ausstellungs- Veranstaltungs- und Büroflächen ist das Aedes Architekturforum eine nicht mit öffentlichen Mitteln geförderte international anerkannte Kulturinstitution für zeitgenössische Architektur, Stadtgestalt und sinnverwandte Themen. Dabei hat Aedes auf der Suche nach neuen visionären Konzepten aus allen Teilen der Welt hat Aedes die Avantgarde wie die großen Namen der Architektur zu Wort kommen lassen, aber auch kontinuierlich junge Talente und frische Ideen in mehr als fünfhundert Ausstellungen präsentiert.

Aedes und Berlin
Die Ausdehnung des Aedes „Universums“ im Lauf der Jahrzehnte war dynamisch. Dabei sind die Ausstellungsräume von Aedes stets zentral gelegen und bei freiem Eintritt zugänglich. Das erste Aedes-Jahrzehnt, die 1980er-Jahre, war geprägt vom abklingendem Höhepunkt der Postmoderne, was sich auch in der Internationalen Bauaustellung Berlin widerspiegelte. Aedes reflektierte die IBA kritisch, unter anderem dadurch, dass hier auch Positionen von Architekten, die wenig oder gar nicht wahrgenommen wurden, eine wirksame Bühne geboten wurde. Auf diese Weise hatte die seinerzeit unbekannte Zaha Hadid ihre erste Ausstellung bei Aedes, ebenso präsentierten in dieser Zeit Venturi, Scott Brown, Cedric Price, John Hejduk, OMA, Peter & Alison Smithson und Bernhard Tschumi ihre architektonischen wie urbanistischen Ideen und Entwürfe. Damals wie heute prägen ebenfalls Berliner Themen die Ausstellungen und Diskurse mit Gegenentwürfen zu prominenten Bauprojekten sowie Petitionen.

Aedes Ausstellungen
Bei allen Ausstellungen versucht Aedes neue Strategien und Methoden zur Präsentation von Architektur und Stadtplanung zu entwickeln, um zu einem kulturellen wie gesellschaftlichen Diskurs anzuregen. Eine erfolgreiche Präsentation erfordert die Kombination von Information und Unterhaltung und einer großen Bandbreite an Medien. Architekturskizzen und Zeichnungen nicht als singuläre, gerahmte Kunstwerke zu präsentieren, sondern als Teil des Entwurfsprozess, war von Beginn an die Konzeption des Aedes Ausstellungen. Daher wurden alle Arbeiten in großflächigen, an die Wände gelehnten, Glaspaneelen gezeigt.

Aedes Kataloge
Begleitend zu den Ausstellungen hat Aedes kleine quadratische Kataloge herausgegeben, die zum Markenzeichen des Architekturforums geworden sind. Als konzeptueller Teil des Programms, von dem anerkannten Berliner Grafik Design Team Ott+Stein gestaltet, war der zu Zaha Hadids Ausstellung „The Peak Hong Kong Competition“ erschienene Katalog ihre erste internationale Publikation. Dieser eindrückliche Sammalband kann zudem als wichtiger Vorbote der beispiellosen Karriere der irakischen "Baukünstlerin" gewertet werden. Das ist kein Einzelfall, denn von den in vier Jahrzehnten wurden mehr als 450 Titel veröffentlicht, von welchen einige mittlerweile Sammlerstücke sind.

Mehr Informationen:
www.aedes-arc.de

Autor/in:
Yoko Rödel
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