Direkt zum Inhalt
Timm RautertHeidrun HertelHeidrun HertelHeidrun HertelHeidrun Hertel

Ausstellung: Begreifbare Baukunst

15.01.2020

Anlässlich der von 13. Jänner bis 6. Februar 2020 im Museum für angewandte Kunst Köln veranstalteten Ausstellung „Begreifbare Baukunst – zur Bedeutung von Türgriffen in der Architektur“ wirft das Traditionsunternehmen Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG einen Blick auf das Miteinander von Architektur und Türklinken.

Wie kaum ein anderer Hersteller von Tür- und Fensterbeschlägen steht das Unternehmen FSB für die Zusammenarbeit mit Architekten und Designern. Ergebnis sind immer wieder formvollendete und gleichermaßen funktionale Türöffner, die der Architektur entsprechen, in der sie eingesetzt werden. Dabei geht es in der Ausstellung nicht nur um eine bloße Abhandlung einer Chronologie, sondern um das besondere Wesen der FSB-Türdrücke, welche entweder ein harmonischer Teil des Ganzen darstellen oder aber ganz bewusst einen formalen Widerspruch akzentuieren.

Nicht erst seit dem legendären Brakeler Design-Workshop im Jahre 1986, in dem weltbekannte Gestalter Entwürfe für FSB erarbeiteten, entwickelt das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit Architekten und Designern formal wie werkstofftechnisch optimale Beschlaglösungen. FSB steht heute für ein hohes Maß an Kompetenz in Design und Architektur sowie für ein ausgeprägtes Verständnis für die Anforderungen modernen Bauens.

Neben der Darstellung zahlreicher bekannter Türgriff-Designs von Walter Gropius, Adolf Meyer, Le Corbusier oder Ludwig Mies van der Rohe steht vor allem der Entwurf FSB 1144 von Jasper Morrison im Fokus, welcher dieses Jahr seinen 30. Geburtstag feiert. Dabei verbirgt sich hinter dem Kürzel  FSB 1144 das Ergebnis der Zusammenarbeit des ostwestfälischen Beschlagherstellers mit dem britischen Stardesigner Jasper Morrison. 1990 als Neuheit auf der Internationalen Eisenwarenmesse in Köln vorgestellt, gilt die Produktfamilie FSB 1144 heute als Ikone. Sie war Morrisons erster Industrieauftrag, mit dem er zu einer Entwurfshaltung fand, die später unter dem Stichwort „Super Normal“ Eingang in die Designgeschichte fand. Das Design jenes Produkts ist durch Vertrautheit, Alltäglichkeit, Zweckmäßigkeit, Nützlichkeit und Verständlichkeit charakterisiert. Mit Musterentwürfen, historischen Zeichnungen und Original-Schriftverkehr zwischen Morrison und FSB begibt sich die Schau auf die Spuren eines jungen Designklassikers.

Von 13. Jänner bis 6. Februar 2020
Museum für angewandte Kunst Köln
An der Rechtschule
50667 Köln

Mehr Informationen:
www.makk.de

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
Werbung

Weiterführende Themen

Aktuelles
13.12.2019

Bis 16. Februar 2020 zeigt das Kunst Haus Wien mit "Street. Life. Photography" Ikonen der Street Photography aus sieben Jahrzehnten.

Das Merhgenerationenhaus im Hagmann Areal in Winterthur
Aktuelles
13.12.2019

Bis 9. Jänner zeigt die Ausstellung "Holzgeschichten" im Architekturforum Aedes urbane Holzbauten von weberbrunner architekten aus unterschiedlichen Orten in der Schweiz und in Deutschland, sowohl ...

Blick in die Ausstellung „Elevator Pitch“
Aktuelles
13.12.2019

Bis 14. Dezember 2019 zeigt die Architekturgalerie München im mit „The Elevator Pitch“ einen Klassiker aus dem Marketing und spiegelt die sich wandelnde Rolle der Frau in der Architekturszene ...

Blick in die Ausstellung mit den Möbeln von Wilkhahn
Aktuelles
13.12.2019

Die am 13. November in Bad Münder eröffnete Sonderausstellung der Büroherstellers Wilkhahn zeigt Transformationen wesentlicher Ideen und Impulse aus dem Bauhaus über die Zusammenarbeit mit der HfG ...

Blick in die Ausstellung "Über Lois Welzenbacher" im aut
Aktuelles
28.11.2019

Der 130. Geburtstag von Lois Welzenbacher (1889–1955) und das 350-Jahr-Jubiläum der Universität waren Anlass für die erste gemeinsame Ausstellung von aut und Archiv für Baukunst im vom Architekten ...

Werbung