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MAK-Ausstellungsansicht, 2020 "Creative Climate Care"Martina MenegonMAK

Ausstellung: Creative Climate Care

04.11.2020

Das MAK veranstaltet in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien die Veranstaltungsreihe "Creative Climate Care", eine Art Plattform für junge Künstler.

Mit der neuen Ausstellungskooperation reagieren das MAK und die Universität für angewandte Kunst Wien auf die bedingt durch die Corona-Krise massiv beschränkten Produktionsbedingungen im Kunst- und Kulturbereich. Vor allem junge Künstler und Kreative, die in den letzten Jahren ihr Studium abgeschlossen haben, stehen aktuell unter Druck. In Pop-up-Ausstellungen im MAK erhalten die Absolventen der Angewandten die Möglichkeit zur Profilierung und Vernetzung mit Sammlern, Unternehmen und potenziellen Auftraggebern. Im Zeitraum von Juni bis Dezember 2020 sind in der MAK-Galerie fünf aufeinanderfolgende, jeweils dreiwöchige Ausstellungen zu sehen. Die jungen Kreativen setzen sich mit Themen rund um Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit und mit dem Beitrag von Design, Architektur und Kunst zur Entwicklung eines neuen Mindsets für aktive Klimapflege auseinander. Die Veranstaltungsreihe ist gleichzeitig der Startschuss für die künftige permanente Bespielung der MAK-Galerie als "Creative-Climate-Care-Galerie." Die neue Reihe startet mit dem Projekt „Subscribe Climate Care“ des Designers Florian Semlitsch.

Plattform für inderdisziplinäre Kunst
„Die Auseinandersetzung mit Climate Care bietet ein unerschöpfliches Reservoir für Kreativität und Innovation. Künstlerische Sparten wie Design, Architektur und bildende Kunst haben enormes Potenzial und sind gefordert, ihre Kreativität und Innovationskraft zum Thema 'Climate Care' einzubringen“, so Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor des MAK. Die Teilnehmer der Veranstaltungsreihe wurden in einem geladenen Wettbewerb gekürt. Zwanzig Absolventen der Angewandten der letzten fünf Jahre beteiligten sich mit einem Ausstellungskonzept. „Mit der Auswahl ist es gelungen, einen besonders spannenden Querschnitt aus verschiedensten Kreativsparten ins MAK zu bringen: von Industriedesign über bildende Kunst, Malerei, Animationsfilm, Architektur, Medienkunst und transmediale Kunst bis zu Skulptur & Raum“, so die Jury.

Martina Menegon: „when you are close to me I shiver“
In der vierten Pop-up-Ausstellung der Veranstaltungsreihe stellt aktuell die Künstlerin Martina Menegon eine algorithmisch gesteuerte Live-Simulation, eine in Echtzeit generierte virtuelle Realität, in einer raumgreifenden Installation vor. Unter dem Titel „when you are close to me I shiver“ („Wenn du in meiner Nähe bist, zittere ich“) zeigt die Videoinstallation eine dystopische Version der Zukunft, in der sich Menschen aus Verzweiflung in Massen auf dem letzten verbliebenen Stück Land versammeln. Da jeder Quadratzentimeter besetzt ist, versuchen einige, abseits des dichten Gedränges Platz zu finden: auf den Klippen, wo Hunderte von Menschen aus Höhen fallen, die sie niemals hätten erklimmen dürfen. Die apokalypitischen Bilder und Erfahrungen konfrontieren uns mit einer scheinbar surrealen Szene, die doch allzu real ist – eine Reflektion der aktuellen Distanzkultur und Erinnerung an die begrenzte Kapazität unseres Lebensraums. Die Arbeit reagiert damit auf sowohl ökologische als auch soziokulturelle Auswirkungen im Kontext der aktuellen Klima- und Gesundheitskrise.

Weiterführende Inhalte über nachfolgende Ausstellungen der prämierten Künstler sind obenstehend in der Bildergallerie oder der Homepage des MAK zu entnehmen.

MAK - Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5
1010 Wien

Mehr Informationen:
www.mak.at

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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