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DAM-Preis 2020

26.02.2020

2020 wurde der Preis des Deutschen Architekturmuseums (DAM) bereits zum insgesamt vierten Mal vergeben. Die prämierten Projekte können im Rahmen einer Ausstellung bis einschließlich 10. Mai 2020 besichtigt werden.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Siegerprojekt, der Neubau der James-Simon-Galerie in Berlin von David Chipperfield zusammen mit den 26 besten Bauten in und aus Deutschland. Bei dem Prestigebau Chipperfields auf der Berliner Museumsinsel gelang den Architekten ein städtebaulicher Spagat. Es galt, an einer der prominentesten wie auch sensibelsten Stellen Berlins ein repräsentatives Eingangsgebäude zur Museumsinsel zu schaffen, das sich gleichzeitig der starken architektonischen Setzung des Ensembles aus Pergamon-, Neuem und Altem Museum, des Kupfergrabens und der inzwischen weitgehend fertiggestellten Rekonstruktion des Stadtschlosses ein- und unterordnet.

Die Präsentation zum DAM Preis 2020 zeigt aktuelle Architektur aus Deutschland und bemerkenswerte Projekte deutscher Architekturbüros in anderen Ländern. Eine Jury hat aus einer Longlist von über 100 zwischen Herbst 2017 und Frühjahr 2019 fertiggestellten Gebäuden die 23 vorgestellten Bauensembles in Deutschland und drei Beispiele im Ausland ausgewählt. Aus dieser Shortlist wurden wiederum fünf Bauten zu Finalisten für den DAM Preis 2020 nominiert, auf einer Juryfahrt begutachtet und schließlich das Gewinnerprojekt benannt.

In der Ausstellung ist die Vielfalt der Gegenwartsarchitektur in Deutschland zu entdecken: Zu den dominierenden Aufgaben gehört nach wie vor der Wohnungsbau, sowohl als (nachverdichtender) Neubau als auch als Weiterbau oder Umnutzung von Bestandsbauten. Auffallend viele Bauten dieses Jahrgangs befinden sich im ländlichen Raum, wie der Wiederaufbau einer Hofstelle im Fränkischen, die Sanierung und Ergänzung einer Schlossanlage in Thüringen oder verschiedene Einfamilienhäuser zeigen. Auch Mittelstädte liefern interessante Antworten auf drängende Bauaufgaben, wie der Ersatz eines Bürohauses durch ein gemischt genutztes Ensemble in Bielefeld. Außerdem fielen hybrid genutzte Gebäude auf, wie die erste gewerbliche Baugruppe in Deutschland oder ein für und mit Geflüchteten umgebautes Wohnhaus in München, das zugleich ein gastronomischer Ort und Begegnungsstätte geworden ist.

Das Deutsche Architektur Jahrbuch 2020 mit ausführlichen Besprechungen der Shortlist, den Finalisten und des Preisträgerprojekts, erschienen bei DOM publishers / Berlin, ist nun im Buchhandel sowie im DAM erhältlich. Das Kuratorenteam der Ausstellung bilden Christina Gräwe und Yorck Förster.

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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