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Die Privathäuser des Adolf Loos

30.09.2020

Anlässlich seines 150. Geburtstags widmet das MAK Adolf Loos, einem der bedeutendsten Wegbereiter der Moderne in der Architektur, eine Ausstellung.

Unter dem Titel „Adolf Loos. Privathäuser“ wird eine Sammlung der revolutionären privaten Wohnbauten des berühmten Architekten präsentiert. Die knapp hundert Entwurfszeichnungen, Pläne, Fotografien und Modelle aus dem Adolf-Loos-Archiv der Albertina zeigen bedeutende Sozialprojekte des Jahrhundertarchitekten, darunter Bauten für das Wiener Siedlungswerk, die Gemeinde Wien sowie den Werkbund.

Wegbereiter der Moderne
Das komplexe Œuvre von Adolf Loos, vor allem seine Architektur und seine Schriften, nahm kontinuierlichen Einfluss auf die Baukultur der vergangenen 100 Jahre. Mit seinen revolutionären baulichen Lösungen stillte er eines der wichtigsten Bedürfnisse des Menschen, den Wunsch nach Behausung. Nachfolgende Architekturikonen wie Richard Neutra, Heinrich Kulka oder Rudolph M. Schindler und kurzzeitig auch Margarete Schütte-Lihotzky zählten zu seinen Schülern und Mitarbeitern.

Der polarisierende Kritiker
Als energischer Gegner des Ringstraßenstils und scharfer Kritiker des Jugendstils sowie der Wiener Secession prägte Loos den ästhetischen Diskurs in Wien um 1900. In seinen zahlreichen theoretischen Abhandlungen und insbesondere in seiner legendären Streitschrift Ornament und Verbrechen (1908) trat er vehement gegen jegliche neu erfundene Verzierung von Gebrauchsgegenständen und Gebäuden auf.

Eklektizistisches Design
Wohnbauten beschäftigten Loos sein gesamtes Schaffen hindurch und nehmen einen besonderen Stellenwert darin ein. Die MAK-Ausstellung beleuchtet sowohl sein projektiertes als auch sein ausgeführtes Werk, das sich in den privaten und den öffentlichen Wohnbau teilen lässt. Loos schuf die Bauten sehr eigenständig, war aber nicht frei von verschiedensten Einflüssen, so lassen sich etwa komplexe Bezüge zur amerikanischen, englischen und mediterranen Architektur sowie auch zum Klassizismus und zur Antike ablesen.

Mehr Informationen:
www.mak.at

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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