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Der harten Arbeit Lohn © KOENDas letzte Tüfteln an der Schalung © KOENBereit für die Füllung © KOENEingießen des Betons © KOENDer Moment der Wahrheit © KOENDer harten Arbeit Lohn © KOEN

Die Reduktion auf das Wesentliche

04.05.2016

Seit dem Wintersemester 2013 gibt es an der TU Graz das Institut für Grundlagen der Konstruktion und des Entwerfens (KOEN), begleitend zur Vorlesung „Konstruieren 1“ dürfen die Studierenden  auch den praktischen Umgang mit Materialien erproben.

Von Beginn an steht das Institut unter der Leitung der Berliner Architektin Petra Petersson (Realarchitektur). Der Hauptaufgabenbereich des Instituts liegt bei der Vermittlung der zwei essentiellsten Kernkompetenzen von Architekturschaffenden, dem Konstruieren und dem Entwerfen. Ein großer Schwerpunkt liegt bei dem Instrument des Architekturmodells in seinen unterschiedlichsten Facetten. Die Studierenden lernen die Reduktion auf das Wesentliche um kontextuelle Zusammenhänge der gebauten Umgebung vermitteln zu können. Innerhalb der Entwurfsseminare Konstruieren sowie Gestalten und Entwerfen werden im Rahmen eines Workshops verschiedene Modellbaupraktiken mit diversen Materialien erlernt. Zudem ist dem Institut die Fakultätseigene Modellbauwerkstätte zugeordnet.

In einem die Vorlesung „Konstruieren 1“ begleitenden Seminar werden die rudimentären Basics der technischen Darstellung und das erste konstruktive Verständnis erarbeitet sowie die Konzeption von Architektur erlernt. Eine Übung ist besonders nah am Material: Das Betonmodell gießen. Ein Ausschnitt aus einem Entwurf wird im Maßstab 1:50 in Beton gegossen. Die Studierenden müssen hierfür eine Schalung aus XPS bauen. Abseits der Basics des Konstruierens, wie u.a. Pläne zeichnen, bearbeiten die Studierenden hier mit eigenen Händen das Material Beton. Beton mit seinen Eigenschaften als gießfähige Masse die aushärtet und dabei hohe Festigkeiten erzielt stellt die Studierenden vor spannende Herausforderungen. Es muss der gewünschte Entwurf als negative Form gedacht und als wegnehmbare Schalung gebaut werden. Dabei ist sowohl der Weg des Betons beim Hineingießen als auch das Entfernen der Schalung mitzudenken. Nach erfolgreicher Absolvierung dieser Übung haben die Studierenden Konstruktion als integrierten Teil des Entwurfsprozesses verstanden und ein Grundverständnis für das Material Beton entwickelt. Das Gießen der Betonmodelle stellt wiederholt im Wintersemester den Höhepunkt des Seminars dar und ist für die Studierenden wie auch die Lehrenden ein besonders intensives Event. Die Resultate werden in der Sommerausstellung der Architekturfakultät am 1. Juli an der TU Graz, Foyer Rechbauerstraße, ausgestellt und gebührend gefeiert. http://www.koen.tugraz.at/

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