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MAK/Georg MayerMAK/Georg MayerAngelica Lorenzi & Dennis Schiaroli

Ein urbaner Gartenpavillon

15.06.2017

Gemeinsam mit der Universität für Angewandte Kunst entstand „Kepos“, der Prototyp eines temporären urbanen Gartenpavillons, der noch bis zum 22.Juni vor dem Wiener Museum für Angewandte Kunst zu sehen ist.

Kepos, die vom Institut für Architektur an der Universität für angewandte Kunst Wien realisierte interaktive Skulptur für den urbanen Raum, ist vor dem MAK öffentlich zugänglich. Kepos zeigt die innovative und integrative Rolle auf, die die Architektur bei der Implementierung umweltbezogener und umweltbewusster urbaner Entwicklungen spielen könnte. Die Installation dient im Rahmen des MAK Future Lab als Vorzeigeprojekt und lädt zur Interaktion ein, auch über soziale Medien. Der Pavillon erfüllt, immer lokal kontextualisiert, mehrere Funktionen gleichzeitig: Er ist pflanzlicher Filter und verbessert durch bauphysikalische (Speicher-) Effekte das Mikroklima; er lädt zur Interaktion mit Pflanzen im urbanen Raum und soll ein „lustvolles“ Feedback-Instrument sein, das lokal über Umweltdaten informiert.

Der Kepos-Pavillon wurde generisch-parametrisch entwickelt. Baupläne können überall mit beliebigen Formen – inklusive einer statischen Analyse – reproduziert werden. Sie bestehen aus Codes zur Steuerung eines Roboterarms, die eine präzise Produktion der Paneele, aus denen der Pavillon gebaut wird, erlauben. Die Errichtung einer komplexen Form im Eigenbau im kleinen Maßstab ist somit kostengünstig möglich, auch können Ressourcen vor Ort zur Produktion der Paneele genutzt werden. Eine Errichtung in anderen Städten – mit angepassten Formen – kann somit binnen weniger Tage erfolgen. Erforderlich ist nur eine Übertragung der Daten. Entstanden unter der Leitung der Abteilungen Energie Design und Urbane Strategien am Institut für Architektur der Universität für angewandte Kunst Wien ist Kepos Teil von Active Public Space (APS), einem von der Europäischen Union mitfinanzierten Projekt im Rahmen des Creative Europe Programms. Die bauliche Realisierung des Pavillons wurde durch die Unterstützung von Bollinger+Grohmann Ingenieure, SeMF, EXIKON arc&dev, K2 Dach&Bau, sowie Robotic Woodcraft ermöglicht.

Das MAK Future Lab ist ein vom MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst gegründetes Kreativlabor, das durch Workshops, Vorträge, Podiumsgespräche und andere Formate interdisziplinäre Beiträge zur humanen Gestaltung und Nutzung der Digitalen Moderne erarbeitet. Es positioniert Design, Architektur und bildende Kunst als treibende Kräfte sozial, ökologisch, kulturell und wirtschaftlich nachhaltiger Marktwirtschaftsmodelle und vernetzt diese Kreativsparten – im Rahmen vielfältiger Kooperationen – mit Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Politik. Das MAK Future Lab hat den Anspruch, sowohl ganzheitliche Orientierungen und davon inspirierte Gemeinwohlstrategien als auch konkrete innovative Geschäftsideen für die Zukunft zu entwickeln.

Mehr Informationen über APS unter www.activepublicspace.org

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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