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"For Forest" zieht Bilanz

31.10.2019

Nach sieben Wochen ging nun am Sonntag, den 27. Oktober die bisher größte Kunstinstallation Österreichs im Wörthersee Stadion zu Ende. Nun übersiedelt der Wald nach Niederösterreich in das Tullnerfeld vor die Tore Wiens. Allen, die es nicht nach Klagenfurt geschafft haben, zeigen wir hier noch einen visuellen Eindruck des temporären Events.

Vom 8. September bis 27. Oktober 2019 spielten die 299 Bäume des Stadionwaldes die Hauptrolle auf dem Spielfeld des Wörthersee Stadions in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt. Begleitet von einer Vielzahl an Veranstaltungen im Stadion, darunter etwa eine öffentliche Leseprobe des Wiener Burgtheaters, hat die spektakuläre Kunstinstallation 200.237 Besucher ins Stadion gelockt. Auch das Rahmenprogramm fand große Zustimmung: Rund um die Kunstintervention fanden unter dem Titel „Part Of For Forest“ knapp 150 Events in Klagenfurt statt, die in Summe ebenfalls über 40.000 Besucher verzeichnen konnten. Der Initiator Klaus Littmann erklärte resümierend, „For Forest“ habe das Publikum berührt, zum Nachdenken und Diskutieren angeregt und unsere Wahrnehmung herausgefordert. Er sei sich sicher, dass diese Waldinstallation als Gesamtkunstwerk in den Köpfen hängen bleibe und das Bewusstsein über den Wert des Waldes dadurch gestärkt wurde.

Weltweite Berichterstattung
In der Abschluss-Pressekonferenz wurden heute äußerst positive Rückblicke und Ausblicke präsentiert. So war etwa das internationale Medienecho gewaltig: Medien in über 80 Ländern auf der ganzen Welt berichteten über die temporäre Kunstintervention – darunter New York Times und CNN. Aufhorchen ließ auch Oscar-Preisträger Leonardo di Caprio, der einen Beitrag über For Forest auf Instagram mit seinen 37 Millionen Followern teilte und über 760.000 Likes erzielte. Eine Medienresonanzanalyse zeigt, dass alle erschienen Artikel in Druckmedien allein im September in Summe ein Anzeigenpreisäquivalent von über 12 Mio. Euro erzielt haben. 

Der Stadionwald kommt nach Niederösterreich
Der Kärntner Unternehmer Herbert Waldner, der durch sein Engagement die finanziellen Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen hatte, ist von der Wirkung und der bleibenden Botschaft von „For Forest“ überzeugt: „Diese Bäume haben niemanden kalt gelassen. Es war ein Lohn für unsere harte Arbeit, dass die Besucherinnen und Besucher das Stadion mit positiven Emotionen und einem stärkeren Bewusstsein für die Wichtigkeit unserer Natur verlassen haben.“ Ein Teil des Ökosystems „For Forest“, nämlich rund 1.500 Sträucher und Pflanzen, werden nun als Artenschutzhecke auf dem Kärntner Zollfeld gepflanzt. Die berühmt gewordenen 299 Bäume werden zum zukünftigen Zentrum eines „For Forest Campus“ im aufstrebenden Tullnerfeld vor den Toren Wiens. Der Abbau der Kunstinstallation hat bereits am Montag, 28. Oktober, begonnen, um das Stadion wie vereinbart bis Mitte November geräumt zu haben. Überwintern werden die Bäume auf dem Gelände der bekannten Gärtnerei und Baumschule Praskac in Tulln. Im Rahmen eines internationalen Architekten-Wettbewerbes wird sich im Laufe der nächsten Monate herauskristallisieren, wie der „For Forest Campus“ konkret aussehen wird. 

Leading Partner der Klimakonferenz „R20 Austrian World Summit“
In seiner Eigenschaft als geschäftsführender Gesellschafter der For Forest GmbH kündigte Waldner an, For Forest als Dachmarke etablieren zu wollen. Nach der nun erlangten weltweiten Aufmerksamkeit wird For Forest als neuer Leading Partner des nächsten „R20 Austrian World Summit“ am 26. Mai 2020 in Wien fungieren. „R20 AWS findet nächstes Jahr bereits zum vierten Mal statt und steht unter der Schirmherrschaft von Arnold Schwarzenegger und Bundespräsident Alexander Van der Bellen“, erklärte Sandra Gottschall, die Programmdirektorin des R20 AWS. Schwarzenegger und Van der Bellen haben diese internationale Klimakonferenz gemeinsam ins Leben gerufen, um für mehr Climate Action auf allen Ebenen zu sorgen. „Ich freue mich ganz besonders, For Forest als Partner an Board zu haben, da das Thema Wald ein Schwerpunkt der Klimakonferenz sein wird“, fügte sie hinzu.

Mehr Informationen: www.forforest.net

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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