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Women Architects and Modernism in India

03.07.2018

Madhavi Desai ist Architektin und Professorin an der Architekturfakultät der CEPT (Center for Environmental Planning and Technology) Universität in Ahmedabad, ­Indien sowie Autorin zahlreicher Publikationen, darunter „Women and the built ­environment in India“ (2007). 

Madhavi Desai: ­Women Architects and Modernism in India. Narratives and Contemporary Practices. Aus der Serie „Visual & Media Histories“, Hg. Monica Juneja. 408 Seiten, 348 Abbildungen. Routledge Verlag London/New York, 2017, South Asia ­Edition, Englisch. ISBN 978-1-138-28142-4

Mit ihrer diesjährigen Neuerscheinung schließt Madhavi Desai eine Forschungslücke, die aus der mangelhaften bis fehlenden architekturhistorischen Dokumentation der Arbeiten von Architektinnen in Indien besteht. Das Buch verleiht in fünf Abschnitten umfassenden Einblick in die lokale weibliche Architekturszene. Basierend auf einer Darstellung von sieben Protagonistinnen im Kontext zur Moderne im kolonialen und postkolonialen Indien beschreibt die Autorin den Werdegang von 28 zeitgenössischen Architektinnen und ihren bemerkenswerten, größtenteils unbekannten Bauten. Die Vorstellung erfolgt gleichsam als persönliche Geschichte in erzählender Form sowie anhand der wichtigsten Werkbeispiele. Dabei wird dem jeweiligen Porträtfoto neben den bild- und planreich dargestellten Projekten ein bewusst hoher Stellenwert eingeräumt. Nicht zuletzt aufgrund Desais Conclusio, die die gegenwärtige Situation von Frauen in der Architektur und Gesellschaft über die Grenzen von Indien hinaus aufzeigt, ist das Werk für jederman(n) empfehlenswert.
 

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