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Pavillon Karlsplatz von Otto Wagner

Großstadtvisionär

10.04.2018

Otto Wagner (1841–1918), dem visionären Architekten der Jahrhundertwende, widmet das Wien Museum zum 100. Todestag eine umfassende Schau.

Otto Wagners Bauten – u. a. die Wiener Stadtbahn, die Postsparkasse und die Kirche am Stein­hof – gelten als Meilensteine auf dem Weg vom Historismus zur Moderne. Wagner hatte erkannt, dass die auf die Vergangenheit fixierte Architektur des Historismus im Widerspruch zur politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamik seiner Zeit stand.

Er entwarf eine rationale Zukunftsarchitektur, die auf Zweck, Material und Konstruktion beruhte. Seine radikalen Entwürfe waren ein Befreiungsschlag für die Vertreter der Moderne, die Hüter der Tradition sahen diese als Provokation. Viele seiner Projekte blieben daher unausgeführt. Das erste Mal seit fünfzig Jahren ist nun das Gesamtwerk Wagners auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern anhand einer reichen Auswahl einzigartiger Objekte wie Zeichnungen, Modelle, Möbel, Gemälde zu sehen. Viele der rund 500 Exponate sind erstmals öffentlich zu sehen. Bis 7. Oktober.

www.wienmuseum.at

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