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Immobiliendialog "What´s next?"

03.07.2018

Wie können wir in Zukunft verantwortungsbewusst Bauen und Wohnen?  Im weXelerate-Hub diskutierten Stadträtin und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Stadtbaudirektorin Brigitte Jilka gemeinsam mit österreichischen Branchenexperten über Chancen und Herausforderungen, die mit der nachhaltigen Gestaltung der Lebensräume von Morgen einhergehen.

Nachhaltige Stadtentwicklung ist unmittelbar verbunden mit Lebensqualität und Leistbarkeit. Soziale Inklusion, Klimaschutz und Innovation sind daher die Leitplanken der Wiener Stadtplanung. Stadt ist viel mehr als nur die sinnvolle Fügung von Gebäuden und Freiräumen – Stadt ist dort, wo Menschen sich begegnen und austauschen, so die einleitenden von Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Stadtplanung Maria Vassilakou. 

Bauen im Spannungsfeld zwischen Lebensqualität, Leistbarkeit und nachhaltiger Stadtentwicklung

Die Experten waren sich einig: Bauen mit Verantwortung ist zuallererst eine Verantwortung gegenüber den Bewohnern. Nachhaltig Bauen und Wohnen bedeute sowohl ökologisch als auch sozial und ökonomisch zu entwickeln. Also: Den Bewohnern leistbaren Wohnraum zur Verfügung stellen und diesen so zu gestalten, dass sie sich wohl fühlen. Diese Spannungsfelder aufzulösen, stelle die große Herausforderung dar. 

Petra Maier, Leiterin Projektplanung bei Moser Architects, über die Anforderungen an Architekten in der Planung von Wohnräumen inmitten dieser Spannungsfelder: „Bei innovativer Planung und Architektur steht nicht mehr nur das Design im Mittelpunkt. Wir sind gefordert, ganzheitliche Lösungen zu entwickeln, wo Design, Funktionalität, Ressourceneffizienz und auch schon Stadtentwicklungs-Strategien einfließen. Denn nur so kann die wirkliche Herausforderung gemeistert werden: Projekte zu planen und zu bauen, die noch in Jahrzehnten ihre Berechtigung haben.“ 
 
Über die Bedeutung des Zusammenlebens in Zeiten der Digitalisierung aüßerte sich Daniel Jelitzka, Geschäftsführer der JP Immobilien-Gruppe: „Die Digitalisierung in der Immobilienbranche schafft neue Realitäten. Regionalität und der Community-Gedanke gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die veränderten Bedürfnisse in den Wohn- und Lebensräumen brauchen nachhaltige, digitale Lösungen für das Zusammenleben. Die Anonymität der Großstadt weicht dem Bedürfnis nach individuellen Lebensformen und gleichzeitig nach persönlicher Vernetzung im eigenen Grätzel.“ 

Lebenszyklus Gebäude: Wertschöpfung und Konzepte für die nächsten Generationen

Darüber hinaus wurde intensiv über die Lebenszykluskosten eines Gebäudes diskutiert und wie effizientes Planen und Bauen diese reduzieren kann. Denn: Der Lebenszyklus eines Gebäudes beginnt bereits beim Entwurf. Hier ging es nicht nur um die Optimierung von Neubauten sondern vor allem auch um Konzepte wie Refurbishment und die Wiederwertbarkeit der Baustoffe.  
 
„Wenn wir heute von nachhaltigem Bauen sprechen, dann können wir mineralische Baustoffe als Energiespeicher nicht auslassen. Sie verwandeln das Haus in einen „Akku“, der entweder Wärme speichert oder für eine umwelt- und kostenschonende Kühlung des Gebäudes sorgt. Massive Baustoffe eignen sich ideal für den Einsatz mit allen erneuerbaren Energieträgern. Dadurch lassen sich Fragen nach umweltverträglichen Speicherlösungen und einer maßgeblichen Verringerung des Energieverbrauchs in einem lösen.“, betonte Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbands Stein- und keramische Industrie der WKÖ. 
 
Brigitte Jilka betonte die Wichtigkeit, die Bewohner in den städtebaulichen Prozess miteinzubinden:  „Leistbarer und nachhaltiger Wohnbau bedingt intensivere Interaktionen zwischen Planern und Nutzenden. Es gilt, mit Hilfe professioneller Unterstützung Bauen vom rein technischen zum gesellschaftlichen Prozess zu erweitern.“  
 
 

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