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James Turrell/ Florian HolzherrJames Turrell/ Florian HolzherrJames Turrell/ Florian HolzherrJames Turrell/ Florian Holzherr

James Turrell: Lichträume

03.10.2018

Die sinnliche Wahrnehmung von Licht steht im Mittelpunkt der Arbeit James Turrells. In Lech am Arlberg verschmilzt sein neuer Skyspace mit der hochalpinen Landschaft. 

Der größtenteils unterirdische Skyspace Lech des Lichtkünstlers James Turrell zeigt sich in der Landschaft als elliptischer Kuppelbau aus Naturstein. Er überspannt einen ovalen Raum, in dem eine Öffnung in der Decke ein Stück Himmel auf ungewohnte Weise als klar begrenzten Ausschnitt präsentiert. Mittels einer Sonderlichtlösung des Vorarlberger Lichtspezialisten Zumtobel taucht Turrell den Raum in unterschiedlichste farbige Lichtstimmungen, schafft Raumillusionen und verändert die sinnliche Wahrnehmung des Betrachters.
Schon seit den 1960er-Jahren schafft der US-Lichtkünstler James Turrell Lichträume die als. Installationen  mit einem spannungsgeladenen Wechselspiel aus natürlichem und künstlichem Licht, Materialität, Fläche, Farbe und Raum sinnlich und geistig erlebbar machen.
Turrells jüngstes Projekt zeigt, welche beeindruckende Wirkung die zeitgenössische, lichtpoetische Kunst in Österreichs Naturlandschaft hat. Auf Initiative des privaten Vereins „Horizon Field“, entstand in Lech am Arlberg ein neuer Skyspace inmitten hochalpiner Landschaft. Ein unterirdischer Tunnel mit Blickachse auf den imposanten Biberkopf-Gipfel dient als Zugang. Bei Sonnenaufgang der Sommersonnenwende hinter dem Biberkopf gelangen sogar die ersten Sonnenstrahlen in den „Sensingroom“ (Lichtraum).Von diesem aus erschließt sich durch eine in die Decken eingeschnittene elliptische Öffnung ein nahezu surreal naher Blick auf den Himmel über dem Arlberg. Für eine noch intensivere Wahrnehmung taucht Turrell den minmalistischen Innenraum des Baukörpers in wechselnde, hell leuchtende Lichtfarben. Die Kombination mit einer zweiten wichtigen Konzeption – dem „Ganzfeldraum“ – der bei geschlossener Kuppel seine gesamte Wirkung entfaltet ist einzigartig. Unter einem „Ganzfeld“ wird bei James Turrells Lichtkunst ein strukturloses, gleichmäßig ausgeflutetes Sehfeld verstanden, das durch seine Homogenität keinerlei Orientierung bietet.Die Sonderlichtlösung von Zumtobel, die aus einem Amber LED-Streifen mit RGB-Farbverlauf sowie einem tunable White-Streifen besteht, wurde in enger Abstimmung mit James Turrell im Vorfeld  programmiert.
Anhand zahlreicher EntwurfsskizzenTurrells  plante das Architekturbüro Baumschlager Eberle Lustenau den trotz einfacher Erscheinung hochkomplexen Bau. Um den funktionalen und ästhetischen Ansprüchen gerecht zu werden, mussten extremen Witterungsbedingungen, das Verhalten von Mensch und Tier, die Gewährleistung der Sicherheit, die Ausformung, Statik und Anforderungen an Winkel und Oberflächen, sowie die perfekte Ausleuchtung der verschiedenen Raumbereiche genauestens durchdacht und geplant werden. Das Ziel von Verein, Architekten undbeteiligten Firmen war es, ein Gebäude zu errichten, das funktional und ästhetisch den höchsten Ansprüchen gerecht wird, sodass auch Faktoren einkalkuliert werden mussten, damit die verwendeten Baustoffe und LEDs Sonne, Wärme, Regen, Schnee, Eis und Kälte unbeschadet überstehen. In diesen Höhenlagen sind im Jahresverlauf starke Temperaturschwankungen von bis zu minus 25  bis zu plus 30 Grad  keine Seltenheit.
Während das Bauwerk größtenteils unterirdisch angelegt ist, sind von außen nur die Kuppel, der Natursteinsockel sowie ein leichtes, metallenes Kuppellager sichtbar.

http://www.skyspace-lech.com

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