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Kommentar: Unter Erlkönigen

07.02.2019

von Garabet Hazadur

Wie immer der Fall des Neubaus des „Management Center Innsbruck“ ausgeht, der Verlierer steht schon fest: das Wettbewerbswesen. Bekanntlich hat der Gewinner des diesbezüglichen offenen, zweistufigen Realisierungswettbewerbes die relativ beste, rea-
lisierbare, kostenverträgliche und daher zur Umsetzung empfohlene Wettbewerbsarbeit vorgelegt. Das bestandsfeste Protokoll des Preisgerichts, in dem der Bauherr Land Tirol naturgemäß vertreten war, dokumentiert das.  Unter neofeudalen Erlkönigen gilt das nichts. In Wirklichkeit sei alles anders gelaufen und der aus dem Wettbewerbsergebnis abgeleitete Vorentwurf unrealisierbar. Dem Untertanen bleibt nur die Einsicht: Der Tag hat so keine Ordnung mehr, zu der man übergehen könnte. Den Fachgenossen blüht die Einsicht: Wie täglich Brot braucht es eine vertiefte Beschäftigung mit Architektur (und ihren gesellschaftlichen Verhältnissen), die behende Verfertigung derselben genügt nicht! Der Baukünstler muss von den Dingen, mit ­denen er sich befasst, eine umfassende Ahnung haben. Von der sozialen Dimension der Architektur etwa. Denn: Die Arbeit in einer Sache (Architektur) ist nicht das ­Gleiche wie die Arbeit an einer Sache (öffentliches Verständnis von Architektur). Formiert Euch! 

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