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Kommentar: Wahlen? Nein Danke!

03.07.2018

von Brigitte Groihofer

Ein Slogan der Wahlbewegung Liste IG-Architektur stand unter dem Motto: „Wir geben euch die Wahl“. Insgesamt scheint das Interesse der österreichischen Ziviltechniker an ihrer Berufs- und Standesvertretung endend wollend. Die Ingenieurkonsulenten ersparten sich gleich die Mühen eines Wahlkampfes und betrachteten ihre jeweilige Einheitsliste als gewählt. Wer keine Wahl hat, hat auch keine Qual. Die Architekten traten jeweils mit mehreren Listen auf und führten ambitionierte Wahlkämpfe. Wähler konnten Programme und Visionen lesen und eine Wahl treffen. Die Wahlbeteiligung lag zwischen mageren 33 und 40 Prozent. Die Zahl der Wahlberechtigten und eine Zusammenfassung der Wahlergebnisse kann die Bundeskammer nicht liefern. Bedenklich, intransparent, wenig serviceorientiert. Vielleicht ein Zeichen für höchst notwendige Reformen. Doch den Kammermitgliedern ist wohl nicht bewusst, dass sie eine selbstverwaltete Berufsvertretung sind. Sie sind quasi die Kammer und hätten damit auch ihr Schicksal in der Hand.

Vielleicht ein Zeichen für die zu Ende gehende Ära der Pflichtmitgliedschaften. Doch wären freie Berufsverbände wirklich geeigneter, die Interessen der Ziviltechniker am globalen Markt zu schützen? 

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