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For ForestEmmanuel Fradin

Kunstevent: Ein Statement für den Wald

14.08.2019

Das temporäre künstlerische Projekt „For Forest – Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ von Klaus Littmann wird das Klagenfurter Wörthersee-Fußballstadion von 9. September bis 27. Oktober 2019 in Österreichs bislang größte öffentliche Kunstinstallation verwandeln.

Angesichts zurzeit kursierender Meldungen über die Abholzung des brasilianischen Tropenwaldes und der noch herrschenden Ungläubigkeit in Bezug auf Ursachen bereits spürbarer Klimaveränderungen, erhält die vor dreißig Jahren entstandene Zeichnung Max Peintners, die in Littmanns Projekt kurzzeitig Realität wird, bedrückende Aktualität. Inspiriert von der dystopischen Bleistiftzeichnung des visionären, österreichischen Künstlers und Architekten Max Peintner (*1937), die der Initiator und Vermittler zeitgenössischer Kunst Klaus Littmann vor knapp dreißig Jahren entdeckte, erweckt „For Forest“ die Vision eines auf das Spielfeld eines Stadions gepflanzten Waldes zum Leben. Ziel dieser monumentalen Aktion: Unsere Wahrnehmung der Natur herauszufordern und den Blick auf die Zukunft der Mensch-Natur Beziehung zu schärfen.

Ein Mahnmal für die Natur
Das Projekt wird zum Mahnmal einer für uns selbstverständlich präsenten Natur, die eines Tages nur noch in dieser speziell zugewiesenen Gefäßen zu bestaunen sein könnte – ganz wie heute die Tiere im Zoo. Ein für diesen Zweck reell gepflanzter, einheimischer, mitteleuropäischer Mischwald aus rund 300 Bäumen wird – gestaltet vom Landschaftsarchitekten Enzo Enea – das gesamte Spielfeld einnehmen. Das 30.000 Zuschauer fassende Wörthersee-Stadion wird durch das internationale Kunstprojekt des Schweizers Klaus Littmann zum Schauplatz der Kunst. Von der Zuschauertribüne aus, ist die sich ausbreitende Waldfläche zu unterschiedlichen Tageszeiten (10:00 bis 22:00 Uhr) bei freiem Eintritt zu betrachten und deren Veränderung zu beobachten. Die monumentale Intervention möchte eine neue Betrachtungsweise des scheinbar Gewohnten sowie unterschiedliche Wahrnehmungen und Reaktionen auslösen. Nach dem Ende der Kunstintervention wird der Wald an einem öffentlichen Ort nahe des Stadions im Maßstab 1:1 verpflanzt und soll als lebendige "Waldskulptur" erhalten bleiben.

http://www.forforest.net

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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