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Marcel Breuer. ­Building Global 

16.11.2018

Marcel Breuer (1902–1981), gefeierter Bauhaus-Architekt und Möbeldesigner, der das amerikanische Haus nach seiner Emigration in die USA grundlegend ­veränderte, hat mit dem Erblühen der Postmoderne das Verblassen des eigenen Ruhms noch erlebt. 

Barry Bergdoll, Jonathan Massey (Ed.)
Marcel Breuer. ­Building Global 
Lars Müller Publishers
ISBN 978-3-03778-519-5

Mit dem Hype des „Mid-century modern“ gerieten in den vergangenen Jahren vor allem die Wohnhäuser Breuers erneut in den Blick. Doch erst mit der Fülle neu verfügbarer (online zugänglicher) Dokumente aus dem Breuer-Archiv an der ­Syracuse University – und spätestens 2015 mit der Wiedereröffnung des Whitney Museums in New York unter dem Namen „The Met Breuer“ – haben sich der akademische Diskurs und eine breitere Rezeption bislang kaum beforschter oder sogar gering geschätzter Großbauten der Nachkriegsmoderne zugewandt. Am Beginn der 1950er Jahre verlagerte sich der Arbeitsschwerpunkt Breuers mit prominenten Aufträgen für die Unesco in Paris bzw. mit der St. John’s Abbey in Minnesota allmählich vom privaten Wohnhausbau zum großmaßstäblichen Bauen für institutionelle Bauherren. Genau diesem Zusammenspiel zwischen signifikanten Großbauwerken und institutionellen Auftraggebern in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Kontexten widmet sich dieser Sammelband. Diese überfällige Ausdehnung des Blickfelds durchbricht verfestigte Lehrmeinungen und trifft  einen Nerv unserer Zeit. 

Autor/in:
Gabriele Kaiser
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