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Neue räume 17

19.12.2017

Die „neue räume 17“, als nunmehr neunte Ausgabe der internationalen Designausstellung begeisterte Ende November mit über 110 Ausstellern aus 14 Ländern und viel frischem Wind sowie vielversprechenden Premieren an insgesamt fünf Tagen.

In der Zürcher ABB-Halle waren die aktuellen Kollektionen und mehr Neuheiten denn je zu sehen. Auch vielseitige Sonderschauen und ein spannendes Abendprogramm sowie überraschende Neuentdeckungen machten den Besuch für das Publikum – Architekten, Designer, Händler und Endkunden“ zu einem faszinierenden Designerlebnis.

Facettenreiches Programm

Im Mittelpunkt des Eröffnungsabends am Vortrag der Messe stand neben den Machern Stefan Zwicky (Initiator und Kurator der „neue räume“ seit der ersten Stunde) und Marco Lutz (Präsident neue räume AG) die Crème de la Crème der Schweizer Designszene: Jörg Boner, Aurel Aebi von atelier oï und Charles O. Job gaben Einblicke in ihre Arbeit als Designer, die ebenfalls in Form von Videointerviews und erfolgreichen Entwürfen in einer Sonderschau visuell sowie akustisch erfahrbar gemacht wurde: Beim „Designers’ Talk“, der Grundlage für die gleichnamige Inszenierung war, hatten sie sich gemeinsam mit weiteren namhaften Gestaltern zudem mit Fragen zu Herkunft, DNA und Zukunft des Swiss Design auseinandergesetzt. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf der diesjährigen Ausstellung auch dem Möbelhandel geschenkt: In einer neu eingerichteten Fachhändler-Lounge präsentierten sich traditionsreiche Marken wie Teo Jakob und wohnbedarf neben neuen Konzepten wie Milo. Auch die CH-Gruppe, legte den Fokus auf das Verkaufen und launchte ihren neuen Webshop designobjekt.ch.

Ein weiteres Highlight der „neue räume 17“ war ein Pop-up-Office, in dem die Mitarbeiter des Taschenlabels Qwstion die zahlreichen Funktionen der neuartigen „Moving Walls“ von Jörg Boner testeten. Die neue Zürcher Design-Galerie „Brand New World“ gab einen Vorgeschmack auf ihre nächste Ausstellung des jungen deutschen Labels Dante Goods and Bads, deren Produkte eine Symbiose von Design und Kunst darstellen. Premiere feierte auch die Marke madetostay, mit der sich die erfolgreichen Designer Peter Wirtz und Carsten Jörgensen nun selbstständig gemacht haben. Die bereits etablierte Sonderschau „young labels“ stellte eine speziell kuratierte Plattform für Newcomer-Brands dar – vielversprechend waren u.a. die beweglichen Hocker „Frederick“ und „George“ von Studio Rotterdam, handgefertigte Leder-Accessoires von Frohsinn und die Möbel der mobiliarwerkstatt, welche aus 7.000 Jahre alter Mooreiche hergestellt werden. Auch ein großer Teil der klassischen Aussteller nutzte die Messe, um Produktneuheiten erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren, darunter Thut, Tossa, Mox, Seledue und manufakt aus der Schweiz sowie das dänische Unternehmen Fredericia, Marset aus Spanien, die US-amerikanische Traditionsmarke Herman Miller, Pode als niederländische Schwesterfirma von Leolux und Tecta aus Deutschland.

Auch die sechs Abendveranstaltungen verdeutlichten die Bedeutung analoger Plattformen als Branchentreffpunkt wie die „neue räume“: Gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern bot man ein breit gefächertes Vortrags- und Workshopprogramm – sowie eine Speed-Dating-Zone von Pro Helvetia für die young labels.

2019 wird die „neue räume“ mit ihrer zehnten Ausgabe ein Jubiläum feiern und mit mehr Überraschungen aus der Welt des Interior Designs aufwarten.

www.neueraeume.ch

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