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Öffnung für Besucher

04.03.2020

Ausgangspunkt und Voraussetzung für den Wettbewerb, ein Verhandlungsverfahren, war der Wunsch der damaligen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, das Haus einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der zentrale Eingang vom Ring aus wird nun in das Innere des Gebäudes zu einem großen Besucherfoyer, der 900 Quadratmeter großen Agora erweitert, die in ehemaligen Nebenräumen direkt unterhalb der Säulenhalle situiert ist. Dieses Foyer wird zum Ausgangspunkt jedes Parlamentsbesuchs und bietet den Besuchern umfangreiche Informationen, wie etwa ein den Verlauf der österreichischen parlamentarischen Geschichte illus­trierendes Band, das die Seitenschiffe umschließt. Diesem Foyer sind alle öffentlich zugänglichen Bereiche zugeordnet, so auch zwei neue, unmittelbar daran angrenzende Säle für Wechselausstellungen. Von hier aus wird man auch in einem didaktisch begleiteten Rundgang durch drei Ebenen des Hauses geführt werden, bis zu jener Pu­blikumsebene, die den Nationalratssitzungssaal umschließt und einen direkten Einblick in das Geschehen im NR-Saal erlaubt. So können Schulklassen hier auch unmittelbar – akustisch getrennt – unterrichtet werden und hautnah am Geschehen im NR-Saal teilhaben. 

Historische Substanz aufspüren

Möglich wurden die räumlichen Ergänzungen und Umwidmungen durch vorhandene Leerstellen, die die Architekten hauptsächlich im Erdgeschoß und im Keller unterhalb der Säulenhalle identifizierten und deren Struktur mit neuen Funktionen besetzten, ohne in die historische Substanz einzugreifen. Die neuen Räume spiegeln den Fußabdruck und Raster des Erdgeschoßes wider. Eingreifen konnten sie auch in die sogenannten Wäschehöfe und Teilbereiche des Daches, dessen 8.000 Quadratmeter Dachhaut ebenfalls zur Gänze erneuert werden muss. In diese Lichthöfe und Hohlräume werden räumliche Ergänzungen, etwa die vier zentralen neuen Haupttreppenanlagen situiert, die auf das Dach hinaufführen, sowie die Couloirs-Erweiterungen (Korridore), die beide Sitzungssäle mit einer polyvalenten Raumschicht umfangen. Sie dienen nicht nur als bloße Erschließungsgänge, sondern fungieren als wichtige Kommunikationsräume und informelle Vorzonen zum Geschehen im Saal für Parlamentarier.

Weiter mit:

2. Größtmögliche Transparenz

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