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© Ulrich Aydt© Christina Häusler© Lennart Horst© Dieter Henkel

Offen für alle

07.08.2017

Mit 65 zur Besichtigung offen stehenden Gebäuden findet heuer am 9. und 10. September bereits zum vierten Mal „Open House Wien“ statt.

Idee der Veranstaltung, die heuer den Perspektivenwechsel in den Fokus nimmt, ist es, Gebäude, die üblicherweise gar nicht oder nur zum Teil zugänglich sind, der Öffentlichkeit zu öffnen und somit neue Einblicke Architektur der Stadt zu bieten. Begleitet werden die Besichtigungen von gut eingeschulten Volunteers, die die Interessierten in zirka 20-minütigen Touren kompetent durch die Gebäude führen. Auch heuer sind wieder über 200 Freiwillige für die Besucher im Einsatz. Ausgewählt sind architektonisch spannende Bauten, darunter Privatwohnungen, Bildungseinrichtungen, Büros und Gewerbe- und Industriegebäude, die alle entweder historisch relevant oder aber architektonisch am Puls der Zeit sind. Deren Zusammenstellung entscheidet ein jährlich wechselnder Weisenrat aus Experten wie Architekten und Stadtplanern. Ermöglicht wird beispielsweise eine Tour durch die ehemalige Böhmische Hofkanzlei am Judenplatz, durch das den 1930er Jahren stammende Umspannwerk in Favoriten oder das im Stil des Historismus gebaute Odeon Theater. Das Philips-Haus wird zu Vorsorge-Wohnungen umgebaut - Teile davon stehen unter Denkmalschutz. In der Seestadt Aspern wird es neben Touren durch das Technologiezentrum Aspern IQ, dem Bildungscampus Seestadt Aspern oder dem Wohnhaus Seestern auch eine Tour durch den Hannah-Arendt-Park geben, womit erstmals auch Freiräume und das Thema Landschaftsarchitektur bei Open House vertreten sind.

Das Konzept des Open House stammt ursprünglich aus London, wo schon seit 25 Jahren Architektur auf diese Weise vermittelt wird. Iris Kaltenegger hat die Idee dann vor vier Jahren auch nach Wien gebracht. „Nur wer die Raumwahrnehmung mit dem eigenen Körper spürt, kann die Architektur richtig erleben. Ergänzt durch das Einbinden der Nutzer vor Ort, die Auskunft geben und den Informationen durch die Volunteers“, erklärt Kaltenegger. Jährlich nutzen rund 30.000 Besucher die Möglichkeit, dabei zu sein. Die Besichtigungen, die von Volunteers des Vereins „Open House Wien - Architektur für Alle“ begleitet werden, sind kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Nähere Informationen zu den insgesamt 65 teilnehmenden Gebäuden, den Öffnungszeiten und Besonderheiten der Objekte sind auf dem aufgelegten Open-House-Stadtplan oder im Internet zu finden.

„Bei Open House geht es darum, bekannte Pfade der eigenen Stadt zu verlassen und einen Perspektivenwechsel zu erleben - durch den berühmten Blick hinter die Kulissen. Wir möchten Neugierde für die unbekannten Seiten der eigenen Stadt wecken. Ziel ist es, die vielschichtige Architektur von Wien auf lustvolle Weise zu erforschen und dadurch den Blick für die gebaute Umwelt zu schärfen" fasst Iris Kaltenegger die Intention von Open House zusammen. 

www.openhouse-wien.at

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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