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LaufenFrançois Halard

Open minded Future

06.11.2018

In der Laufen-Manufaktur in Gmunden wurde etwa das revolutionäre Material „Saphir Keramik“ entwickelt, das besonders dünnwandige Keramikprodukte mit engen Radien ermöglicht. Das Laufen Innovations- und Entwicklungszentrum ist ein zentraler Ort, an dem Zukunftsweisendes entsteht. Wir fragten bei Marc Viardot, dem Vorstand der Laufen Austria AG sowie Leiter Marketing und Produkte bei Laufen, nach, was uns im Hotelbad in Zukunft so erwartet.

Christine Müller im Gespräch mit Marc Viardot

Welcher Stellenwert kommt heute generell dem Hotelbad zu?
Marc Viardot: Das Bad ist heute ein Imageträger für Hotels. Wir sehen ein starkes Wachstum in der Hospitalityindustrie, vor allem bei den sogenannten Luxushotelbrands. Das ist für Laufen als Premium-Bad-Anbieter ein sehr interessanter Bereich, auf den wir uns fokussieren. Wir entwickeln auch strategische Partnerschaften für eine gemeinsame Ausrichtung. Oft kommen hier Produkte mit hohem Designanspruch zum Einsatz, wie frei stehende Badewannen, die eine gewisse Emotion wachrufen und alle Sinne ansprechen. Mit entsprechenden Bildern eines doch emotionsträchtigen Ortes wie dem Bad definiert sich auch sehr stark die Positionierung eines Hotels. Sowohl für den Gast als auch für den Betreiber sind ähnliche Faktoren wie Hygiene, Funktionalität und die Wahl der eingesetzten Materialien mitentscheidend für den gewissen Wohlfühlfaktor. Wir als Industrie sind interessiert, uns in Hotels zu platzieren, die Vorreiter sind, zu testen und zu promoten, damit der Gast sich in einem entsprechend gestalteten und ausgestatteten Bad auch seine persönliche Inspiration holen kann.

Was ist entscheidend dafür, um, wie Laufen, Produkte vor allem im Luxusbereich zu platzieren?
Wir arbeiten in engem Kontakt mit Designern, Hoteliers und Betreibern an der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen. Es geht hierbei um die perfekte Integration im Raum, um den gewissen Touch von Farbe und Design. So sind wir etwa auch im neuen Public Hotel in New York von Ian Schrager präsent. Eine beeindruckende Mischung des legendären Schrager-Stils mit jenem der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Das Projekt ist ein Musterbeispiel für den kooperativen Ansatz von Laufen: Geliefert wurden 370 kundenspezifisch angefertigte und sechs frei stehende, öffentlich zugängliche Waschtische, alle nach dem Entwurf der Architekten; dazu kommen noch 577 Palomba-WCs. Das langjährige Engagement von Laufen bei diesem hochkarätigen Projekt zeigt uns, wie sehr führende Architekten auf unsere erstklassige gestalterische Unterstützung und technische Kompetenz vertrauen. Das Public ist eine Ikone der New Yorker Hospitality-Szene, und unsere Produkte haben dazu beigetragen, die Vision von Herzog & de Meuron in eine hochfunktionelle Realität zu überführen, die sich in der Idee von Individualität und Intimität des Public Hotels widerspiegelt

Wie sieht das in den etwas erschwinglicheren Designhotels aus?
Im Budgetsegment weicht wie im privaten Bereich oft die Badewanne einer Duschtasse, weil letztere häufiger genutzt wird und man Platz spart. Im Allgemeinen geht es in dieser Kategorie um integrierte und abgestimmte Raumlösungen. Bei der Wahl des Hotels spielt mittlerweile das Bad jedenfalls eine große Rolle. Auch in den öffentlichen Bereichen, wie Bar oder Restaurant, die als Visitenkarte eines Hauses zu sehen sind, kann eine Hotelmarke ihre Ausrichtung ausdrücken.

Das Dusch-WC ist auch in den westlichen Ländern in der Hotellerie angekommen. Was braucht es, um Hotelzimmer mehr als bisher mit einem Dusch-WC zu bestücken und den Gästen die Scheu vor dessen Benutzung zu nehmen?
Dagegen hilft auch das Erscheinungsbild, das im Fall von Riva etwa auf unnötige Ecken und Kanten verzichtet. Leicht zu reinigende Elemente aus Keramik oder Edelstahl sind ebenso wichtig wie die einfache intuitive Bedienung. All das leistet einen Beitrag zur Etablierung des Dusch-WCs und bringt zugleich dem Hotel einen absoluten Mehrwert und diesen Extratouch eines gewissen Luxus. Vieles wird gemeinsam entwickelt, auch in der Materialität. Keramik ist hier mit Abstand das beste, resistenteste und hygienischste sowie langlebigste Material und wirkt auf den Benutzer auch vertraut und hygienisch.

Welche Innovationen werden das Hotelbad in Zukunft verändern, bestimmen? 
Facilitymanagement wird eine große Rolle spielen. Produkte werden miteinander vernetzt und mittels intelligenter Gebäudeleittechnik zu warten und zu kontrollieren sein. Bei der Hygiene arbeiten wir an Lösungen, dass WCs regelmäßig gespült werden oder zum Thema Legionellen – unser Dusch-WC Riva berücksichtigt dies bereits. Dusch-WCs kommt in Hotels ganz klar eine steigende Bedeutung und Akzeptanz zu. Gerade auch im halböffentlichen Bereich spielt Hygiene ja eine noch größere Rolle. Unser Produkt Riva nützt ein einzigartiges Hygienekonzept bis zur thermischen Reinigung mit 70 Grad heißem Wasser und hat so die besten Voraussetzungen, das Vertrauen in die Benutzung zu festigen. 

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