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Parlament Wien: Schnelle Fortschritte bei der Generalsanierung

03.03.2020

Kernpunkte der 2018 begonnenen Generalsanierung des österreichischen Parlamentsgebäudes in Wien sind die den gesamten Gebäudekomplex überlagernde neue Erschließung, ein Netz öffentlicher Räume, strukturelle Klarheit, Orientierung und Lesbarkeit sowie die Transparenz durch das neue Glasdach über dem Nationalratssitzungssaal.

 

von Brigitte Groihofer

ARCHITEKTEN

Jabornegg & Pálffy Architects
Die architektonische Auseinandersetzung mit historischen Raumgefügen ist wesentlicher Schwerpunkt des Büros.

www.jabornegg-palffy.at

Jedes Gebäude erfährt im Laufe der Zeit fundamentale Transformationen, so auch das österreichische Parlamentsgebäude in Wien. Vom dänischen Architekten Theophil Hansen, dem maßgeblichen Baukünstler der Ringstraßenzeit 1874–1883 am Höhepunkt seines Schaffens als Gesamtkunstwerk „im klassischen Styl der hellenischen Blüthezeit“ errichtet, kennzeichnen den Bau eine Reihe von Zu- und Umbauten, wie 1910/11 eine einseitige Aufstockung, 1940 erhielt er als „Gauhaus“ einen Schießstand. Schließlich verlor der Bau durch Bombardierungen im 2. Weltkrieg 80 Prozent seiner Substanz und wurde 1945–1956 von Max ­Fellerer und August Wörle nach Kriegszerstörungen wiederaufgebaut. In den 1970er Jahren ergänzte man um weitere Büros, 2005 wurde ein Besucherzentrum eingefügt.

Die Architekten Jabornegg & Pálffy – AXIS übernahmen nun die schwierige Aufgabe als Generalplaner. Ihr Entwurf „verfolgt die Absicht, mit den baulichen Mitteln der Gegenwart die bestehende Architektur Theophil Hansens in ihrer räumlichen Struktur fort- und nicht umzuschreiben. Der neue funktionale und Orientierung gebende Raster überlagert, erweitert und differenziert jenen Raster Hansens“, wie es die Architekten formulieren.

Details über die Herausforderungen und Probleme, die neue Glaskuppel sowie alle Projektdaten finden Sie auf den nächsten Seiten:

1. Öffnung für Besucher

 

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