Direkt zum Inhalt
Heidrun SchlöglHeidrun Schlögl

Raumplanungssymposium in St. Pölten

11.10.2019

Im Rahmen des neunten Orte-Raumplanungssymposiums wird erörtert, wie in Zukunft kommunale Aufgaben von Bürgern eigenverantwortlich übernommen werden können.

Ein öffentliches Schwimmbad im New Yorker Hudson River, ein selbstverwalteter Gewerbehof zur dauerhaften Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen in Berlin, ein gemeinnütziges Kultur- und Bürgerzentrum in einem sanierten Industriedenkmal im Ruhrgebiet, ein Wohn- und Hilfsprojekt für Jugendliche, Migranten und Flüchtlinge in drei zum Abriss bestimmten Altbauten in der Münchner Innenstadt: All diese Projekte haben eines gemeinsam – sie wurden und werden von Bürgern initiiert und realisiert. Seien es die zunehmend leeren öffentlichen Kassen, sei es der fortschreitende Rückzug der Politik aus gesellschaftlich relevanten Bereichen: Die Bevölkerung in Städten und Gemeinden entdeckt zunehmend die Notwendigkeit und ihr Potential, Veränderungen und Verbesserungen ihres Lebensumfelds selbst in die Hand zu nehmen.

Experten aus Deutschland und der Schweiz präsentieren erstaunliche Beispiele gemeinwohlorientierter Initiativen „von unten“ aus unseren beiden Nachbarländern, die uns – auch in diesem Teilbereich der Orts- und Stadtentwicklung – bereits einen Schritt voraus sind. Aber auch ermutigendes aus Österreich wird vorgestellt. In der gemeinsamen Diskussion geht es schließlich um die Frage, was es noch braucht, damit zivilgesellschaftliche Kreativität und Ambition auch hierzulande einen bedeutsamen Beitrag für eine sozialere, ökologischere, zukunftstauglichere Entwicklung leisten können.

Programm mit Diskussion im Anschluss:

Gemeinwohl durch Gemeinwesen?
Wenn wir Verantwortung vom Staat übernehmen
Heidrun Schlögl - Geschäftsführerin von ORTE, Krems

Die Renaissance der Städte und Dörfer
… braucht eine Renaissance der Bürgerschaft
Reinhard Seiß - Raumplaner und Fachpublizist

Wien Recht auf Stadt?
Fragen an unsere Gesellschaft
Brigitta Schmidt-Laubner – Professorin für Europäische Ethnologie, Universität Wien

Gemeinwohl in Urbanen Nachbarschaften
Modellhafte Initialkapital-Projekte und „Immovielien“ in Deutschland Miriam Pflüger – Montag Stiftung Urbane Räume, Bonn

Mehrwert für alle
Genossenschaftliche Projektentwicklung in der Schweiz und anderswo
Barbara Buser – Architektin und Projektentwicklerin, denkstatt sàrl, Basel

Bürger an die Macht!
Basisdemokratische Gemeindeentwicklung im Bregenzer Wald
Arnold Hirschbühl – Ehemaliger Bürgermeister von Krumbach

Zarte Pflänzchen in Niederösterreich…
…und was es braucht, damit sie besser gedeihen
Juliana Lutz – Sozial-Ökologin, Initiatorin von „Speiselokal“, Region Neulengbach
Hans Kordina – Raumplaner und Mediator, Wien

Konzept und Moderation:
Reinhard Seiß

Donnerstag, 21. November, 13-18 Uhr
Vortragssaaö der NÖ-Landsbbibliothek
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Eine Anmeldung wird erbeten unter: office@orte-noe.at.

Mehr Informationen: www.orte-noe.at

Werbung

Weiterführende Themen

Studierendenwettbewerb "Wohnkonzept der Zukunft"
Aktuelles
09.04.2019

Neben dem Schutz der Umwelt - der immer mehr Bedeutung erlangt - wächst parallel dazu auch das Bedürfnis für mehr Komfort und Sicherheit. Passend dazu startet der Finanzdienstleister Loyale Finanz ...

Lange galten Österreichs „Ortskaiser“ als Mitverursacher der Zersiedlung und Verhüttelung des Landes. Mittlerweile aber haben viele Bürgermeister die Notwendigkeit einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung erkannt, können mit ­kommunalpolitischen Maßnahmen aber nur bedingt zu einem Wandel beitragen.
Coverstory
27.02.2019

Die wesentlichen Weichenstellungen für die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung erfolgen weniger durch die Planungspolitik als durch Gesetze, Förderungen, Steuern und Abgaben, die auf den ersten ...

„Büros zu vermieten“
Aktuelles
14.11.2017

Am 23. November lädt ORTE NÖ zum Raumplanungssymposium in den Vortragssaal der NÖ Landesbibliothek nach Sankt Pölten ein.

Wohnbau Eppan von feld72
Streifzüge
04.05.2016

Die Wohnanlage in Eppan (Südtirol) von feld72 kennzeichnet ein sozial verantwortlicher Zugang zu Architektur und Urbanismus.

Originalmodell der Terrassenhaussiedlung St. Peter in Graz, 1972 bis 1978  errichtet von der Werkgruppe Graz. Standort heute: im Zentrum (Gemeinschaftsräumlichkeiten) der Siedlung.
Planen
26.02.2015

Unter der Rubrik Wohnbau – ein historischer Streifzug startet FORUM als österreichische Fachzeitschrift für Baukultur eine neue Serie. Architektonische Leistungen der Vergangenheit werden ...

Werbung