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Claudia Märzendorfer/for the birds.atClaudia Märzendorfer/for the birds.atClaudia Märzendorfer/for the birds.atClaudia Märzendorfer/for the birds.atClaudia Märzendorfer/for the birds.at

Skulpturengarten: Für die Vögel

13.06.2019

Aus insgesamt 38 etwa anderen Vogelhäusern besteht der „aeronautische Skulpturengarten“ entworfen von über 40 internationalen Künstlern, Musikern, Schriftstellern und Architekten, der im Park des Landesklinikums Hollabrunn zu besichtigen ist.

Auf Einladung und nach einem Konzept von Claudia Märzendorfer wurden diese Behausungen im Baumbestand auf den Gründen des Landesklinikums Hollabrunn anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Sozialpsychiatrischen Abteilung installiert. Das überraschende Kunstprojekt ist aus einem geladenen Wettbewerb von KöR Nö, hervorgegangen. Claudia Märzendorfer hat zahlreiche weitere Mitwirkende involviert und bietet der anspruchsvollen Pflegeeinrichtung gleichermaßen Freude und Stoff für angeregte Gespräche. Die Künstlerin lud international renommierte bildende Künstler, Autoren, Architekten und Musiker ein, sich mit einem Beitrag an einem gemeinsamen „aeronautischen Skulpturengarten“ zu beteiligen, der aus individuellen Vogelhäusern bestehen sollte und im Außenraum und Baumbestand des Klinikums verortet ist. Den übertragenen Sinn des umgangssprachlichen „Vogels“ hat die Künstlerin bewusst gewählt.

Ein Zeichen setzen
Denn mithilfe des Projektes möchte sie ein klares Zeichen für Vielfalt und Unkonventionelles, insbesondere für ein respektvolles Miteinander setzen. „Für die Vögel“ will zur öffentlichen Akzeptanz beitragen und unterstützt durch die Einbindung vieler Künstler unterschiedlicher Genres eine Verschiebung der thematischen Verortung vom Rand in die Mitte unserer Gesellschaft. Die entstandenen Vogelhäuser sind individuelle Beiträge ohne thematische Vorgaben. Sie sind Teile einer kollektiven skulpturalen Installation, wobei jeder Teilnehmer eingeladen war, die eigenen künstlerischen und biografischen Hintergründe oder das persönliche Interesse in das selbstentworfene und gebaute Objekt einfließen zu lassen.

Bunte Vielfalt
So wurden ganz unterschiedliche Ansätze, formale Übersetzungen und inhaltliche Herangehensweisen gewählt, um einerseits reale und theoretisch funktionierende Nist- und Futterkästen zu entwickeln und dabei gleichzeitig möglichst vielschichtige Denkräume für Patienten, Mitarbeiter und Besucher zu eröffnen. Entstanden ist eine bunte Vielfalt an künstlerischen Projekten, die auf humorvolle, poetische, abstrakte und konkrete Weise „für die Vögel“ Stellung bezieht. Bereits im Entstehungsprozess war der Künstlerin der kommunikative Austausch mit den Teilnehmern besonders wichtig, der über das Projekt weiter getragen werden soll. Am Seiteneingang der Klinik ist außerdem eine Soundinstallation von Claudia Märzendorfer installiert.

Alle teilnehmenden Künstler:
Azra Akšamija / Dietmar Offenhuber, Dave Allen, Sam Auinger / katrinem, Miriam Bajtala, Udo Bohnenberger, Catrin Bolt, Ruth Cerha, Regula Dettwiler, Grete / Toni / Nicole, Maia Gusberti, Elektro Guzzi, Judith Fegerl, Anne Hardy, Rosa Hausleithner, Johannes Heuer, Edgar Honetschläger, Rudi Klein, Simona Koch / Susanne Schuda, kozek hörlonski, Lotte Lyon, Claudia Märzendorfer, M&S Architects – Uta Lambrette, Maja Osojnik, Kunstkollektiv RHIZOM, Peter Sandbichler, Hans Schabus, Toni Schmale / Wally Salner, Ferdinand Schmatz / Annelie Gahl, Ed Schnabl, Nicole Six & Paul Petritsch, Carsten Stabenow – tuned city, Andi Strauss, Sophie Thun, Viktoria Tremmel, Anita Witek, Werner Würtinger.

 

Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich unterstützt innerhalb der Abteilung Kunst und Kultur des Landes Gemeinden, Vereine und Institutionen bei der Entwicklung, Realisierung und Präsentation künstlerischer Projekte im Außenraum. Seit mehr als 20 Jahren konnten über 600 unterschiedlichste Vorhaben umgesetzt werden, die von der autonomen Skulptur über Stadtmöblierung bis hin zu temporärer Kontextualisierung und kommunikativen Intervention, Gestaltung von Plätzen, Konzepten von Mahnmalen und Kunstprojekten in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung reichen. Es gibt europaweit keine vergleichbare Region mit solch einem dichten Netz an künstlerisch hoch qualitativen Arbeiten und deren Verankerung vor Ort. www.publicart.at

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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