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Lukas Schaller / Franz&SueImanuel SchnabelKurt HoerbstTrimmel Wall ArchitektenBMNT/NHT/2quadratKurt HerbstLukas SchallerKurt KuballHertha HurnausBMNT/NHTBMNT/NHT/2quadratAndreas Buchberger, WienAlbrecht Imanuel SchnablProjektCC ArchitektenCornelia HefelHertha HurnausM. Seidl

Staatspreis 2019

12.11.2019

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus zeichnete acht Projekte mit dem Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2019 aus, denn nachhaltiges Bauen und Sanieren unterstützt die nationale Klima- und Energiestrategie.

Der Staatspreis wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben. „Die prämierten Projekte stehen beispielgebend dafür, dass höchste Ansprüche an die Baukultur und die Anliegen des Klimaschutzes Hand in Hand gehen können. Das bestärkt uns einmal mehr, unseren mit der #mission2030 eingeschlagenen Weg in Richtung der Klima- und Energiewende weiterzugehen und die Säule des nachhaltigen Bauens und Sanierens weiter zu stärken. Ich danke allen Preisträgern für ihren Mut und ihre Anstrengungen und gratuliere herzlich zu den herausragenden Ergebnissen“, betonte Nachhaltigkeitsministerin Patek.

Gleichgewicht zwischen Sanierungen und Neubauten
2019 konnten erstmals ebenso viele Sanierungsprojekte wie Neubauten ausgezeichnet werden. Ganz stark vertreten sind Bildungsbauten - ein Beleg dafür, dass im Schulbau und bei anderen öffentlich genutzten Bauwerken architektonisch anspruchsvoller Klimaschutz wirtschaftlich machbar ist. Bund, Länder und Gemeinden sind mit ihren Gebäuden als Vorreiter zentral für die Umsetzung der #mission2030, für die der Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit auch künftig viele tatsächlich „gebaute“ Leuchttürme und damit Umsetzungsbausteine liefern will.

Nachhaltiger Gebäudesektor als Impulsgeber für die Wirtschaft
„Mit dem Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit wird der Beweis geliefert, dass österreichisches Knowhow in der Planung, Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Gebäude auf höchstem Niveau zur Verfügung steht“, so Patek. Die notwendige Sanierung des Gebäudebestands, die Errichtung ambitionierter Neubauten und die Neuausrichtung unserer Gemeinden und Städte hin zu klimaneutralen Siedlungen tragen zudem zu Beschäftigung und Wertschöpfung im Inland bei. Die mit dem Staatspreis ausgezeichneten Projekte stehen stellvertretend für modernste Technologien, Bauweisen und Bauprodukte, die im hohen Ausmaß von österreichischen Unternehmen bereitgestellt wurden. Der Fachverband Stein- und keramische Industrie der WKO ist zum wiederholten Mal Sponsor: „Wir unterstützen den Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit schon deshalb, weil er Innovationen für das Bauen der Zukunft aufzeigt. Die ausgezeichneten Massivbauprojekte sind Impulsgeber für die Bauwirtschaft in Österreich, zu deren Wettbewerbsfähigkeit die Stein- und keramische Industrie wesentlich beiträgt“, so DI Dr. Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbands Stein- und keramische Industrie der Wirtschaftskammer Österreich.

Zu den diesjährigen Preisträgern im Detail:

Sanierung und Erweiterung Justizgebäude Salzburg

Bauherr: BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Architektur: Franz und Sue ZT GmbH
Fachplanung: KPPK Ziviltechniker GmbH (Bauphysik), Zentraplan Planungsges.mbH (Haustechnik), rajek barosch landschaftsarchitektur

Das innerstädtische Justizgebäude verlangte nach hundert Jahren eine grundsätzliche Sanierung. Der Gefängnistrakt wurde ausgelagert, der Hof von überflüssigen Einbauten befreit. An ihre Stelle tritt ein y-förmiger, präzise gesetzter und vermittelnder Neubau. Offen und durchlässig gibt sich der einst hermetisch geschlossene Baublock zur Stadt. Zugänge an allen Seiten verknüpfen den Hof mit dem öffentlichen Raum. Nicht zuletzt ist die aufwändige und umfangreiche Sanierung des denkmalgeschützten Bestandes ein geradezu herausragendes Beispiel an Nachhaltigkeit.

Neubau Volksschule Hallwang

Bauherr: Gemeinde Hallwang
Architektur: LP architektur ZT GmbH
Fachplanung: Ingenieurbüro Rothbacher GmbH (Bauphysik), vollSOLAR GmbH (Haustechnik), Bauingenieur Lackner Egger ZT GmbH (Statik), 3:0 Landschaftsarchitektur

Schon das Ankommen macht Freude: Der in Schichten gestaltete Vorplatz geht in eine witterungsgeschützte und multifunktional nutzbare Holzterrasse über. Dieser gelungene Raumfluss setzt sich im Inneren fort. Über eine geräumige Aula, die Einblick in Turnhalle und Lehrerzimmer gibt, führt eine breite Treppe ins abwechslungsreiche Obergeschoß. Konsequent wurde mit Bauteilaktivierung, Geo- und Solarthermie sowie ergänzender Photovoltaik ein technisches Konzept mit einfacher Bedienbarkeit realisiert.

Neubau und Adaptierung Volksschule Dorf, Lauterach

Bauherr: Marktgemeinde Lauterach ImmobilienverwaltungsGmbH & Co KG
Architektur: Architekturbüro Feyferlik/Fritzer
Fachplanung: SPEKTRUM Bauphysik & Bauökologie GmbH (Bauphysik), LPS GmbH (Haustechnik), DI Johann Birner (Statik)

Eine Schule wie ein Dorf. Rund um den bestehenden Schulbau formt die pavillonartige Erweiterung spielerisch-leichte Innen- wie Außenräume. Während sich die Klassen mit einer nutzbaren Doppelfassade zu den umliegenden Wohnstraßen orientieren, schlagen die Gemeinschaftsbereiche eine atmosphärische Brücke zum gemeinsamen Hof. Der alte Baumbestand wurde integriert, die Dächer intensiv begrünt. Die umfassende Berücksichtigung von Energieeffizienz, thermischen Komfort und unbedenklichen Materialien runden das Projekt ganzheitlich ab.

Wohnhaussanierung und Dachgeschoß-Ausbau, Mariahilfer Straße 182, Wien

Bauherr: Doris Krappinger und Sigrid Hildebrandt
Architektur: Trimmel Wall Architekten ZT GmbH
Fachplanung: Schöberl & Pöll GmbH (Bauphysik), BPS Engineering (Haustechnik), Dr. Karlheinz Hollinsky & Partner ZT-GmbH (Statik)

Das straßenbildprägende Gründerzeithaus wurde durch eine Gasexplosion stark beschädigt. Statt Abriss und Neubau schufen Eigentümerin und Planungsteam eine gelungene Rekonstruktion mit Dachausbau. Das Treppenhaus ist lichtdurchflutet, der Hof neustrukturiert und zu großen Teilen ins erste Obergeschoß gehoben. Dank Hochleistungsdämmputz und weiterer Dämmmaßnahmen ist der Wärmebedarf deutlich reduziert. Vor sommerlicher Überhitzung schützt ein außenliegender, ästhetisch gut eingebundener Sonnenschutz.

Sanierung Bürogebäude Schanzstraße, Wien

Bauherr: Fünfhauslofts GmbH
Architektur: ostertag ARCHITECTS zt gmbh
Fachplanung: DI. FH Gerhard Novak IB Bauphysik, TB Ing. Heiling Ges.m.b.H (Haustechnik), Gmeiner Haferl ZT GmbH (Statik), Lindle Bukor OG (Landschaftsarchitektur)

Die Sanierung lässt die einprägsame Fassade aus den 1920er Jahren unberührt und konzentriert sich auf eine konsequente innenliegende Adaptierung. Statt die denkmalgeschützte Struktur der ehemaligen Pfandleihanstalt zu überformen, suchten Eigentümer und Architekt lieber einen passenden Inhalt und schufen Platz für Kreative und Start-Ups. Ein Glücksfall, so konnte die besondere Raumkonfiguration der Depots sinnvoll integriert werden. Der Endenergiebedarf wurde dank innenliegender Fenster und Wärmedämmung deutlich reduziert.

Neubau Bundesschule Aspern, Wien

Bauherr: BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Architektur: fasch&fuchs.architekten ZT-gmbh
Fachplanung: EXIKON arc&dev (Bauphysik), Werkraum Wien Ingenieure ZT GmbH (Tragwerksplanung), Thermo Projekt GmbH (Haustechnik), Pflanz! (Landschaftsarchitektur)

Dieses Gebäude hat wenig mit den gewohnten Bildern von Schule zu tun. Während der städtische Maria-Trapp-Platz gleichsam Schulvorplatz ist, öffnen sich die Klassen als terrassierte Grünlandschaft zum Park. Die Aula ist ein großes lichtdurchflutetes Atrium und bietet zahlreiche Sicht- und Wegverbindungen. Dank des Zusammenspiels opaker und transparenter Flächen ist das Gebäude auch in der Tiefe von Tageslicht durchdrungen. Freecooling, Bauteilaktivierung, Materialwahl und Verbrauchsmonitoring zeugen vom umfassenden Nachhaltigkeitskonzept.

Neubau Universitätsgebäude TÜWI, Wien

Bauherr: BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Architektur: Baumschlager Hutter Partners
Fachplanung: Buschina Partner ZT GmbH (Statik, Bauphysik), HL Technik Engineering, ppg blueberg control (Haustechnik), BOKU Arbeitsgruppe Ressourcenorientiertes Bauen (Nachhaltigkeitsberatung), rajek barosch landschaftsarchitektur

Ein begrünter Vorgarten, Gastgärten zu ebener Erde und im abgesenkten Hof, sowie eine mit Photovoltaik-Anlage gedeckte Pergola auf dem Dach: das neue Gebäude der BOKU wirkt äußerst einladend. Geschickt gegliedert passt sich das Volumen an die umliegende Villenbebauung an. So ist ein Gutteil der Nutzfläche – wie auch der große Hörsaal – unterirdisch angeordnet. Auch energetisch bringt das Vorteile. Denn Räume, die von Erde umgeben sind, benötigen weniger Energie zur Heizung und Kühlung.

Ensemble am Hannah-Arendt-Park, Wien

Bauherr: Wien 3420 Aspern Development AG
Stadtplanung: Tovatt Architects & Planners AB
Architektur: AllesWirdGut Architektur ZT GmbH, Tovatt Architects & Planners, baldassion architektur, wup_wimmerundpartner, pos Architekten ZT GmbH, Arch. Franz Kuzmich, einszueins architektur ZT GmbH, königlarch architekten, ZT Arquitectos/Zinterl Architekten, fasch & fuchs ZT GmbH

Die Seestadt Aspern hat sich längst als attraktiver Lebensraum entpuppt. So auch beim Ensemble rund um den Hannah-Arendt-Park. Die Planung und Realisierung erfolgt unter Berücksichtigung umfassender nachhaltiger Qualitätsstandards hinsichtlich Städtebau, Baustandards, Nutzungsmix, Mobilität und Energieversorgung. Ein System, das auch offen und ehrlich von Fehlern lernt. Dabei ist ein lebendiger Ort zum Wohnen, Arbeiten und Lernen entstanden, der in ganz Europa seinesgleichen sucht.

Neubau Bundesoberstufenrealgymnasium Oberndorf

Bauherr: BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Architektur: MEGATABS architekten ZT gmbh
Fachplanung: Buschina Partner ZT GmbH

Um einen zentralen Innenhof gruppieren sich die Räumlichkeiten des neuen Bundesoberstufenrealgymnasiums in Oberndorf. Die zweigeschoßige Eingangshalle erweitert die Treppe in die oberen Stockwerke zu Sitz- und Aufenthaltsräumen, die vielfältig genutzt werden können. In diese Aula ist die Bibliothek als zentraler Ort von Wissen und Wissensaneignung im ersten Obergeschoß sichtbar als Kubus eingeschoben. Terrassen auf verschiedenen Ebenen bieten Platz für Unterricht im Freien und komplettieren das differenzierte Grundrisskonzept. Auf Seiten der Ökologie konnten mit der beinahe gleichzeitigen Errichtung des Rathauses Synergien wie die gemeinsame Nutzung einer Grundwasserwärmepumpe zum Heizen und Kühlen gehoben werden.

Ensemble St. Paulus, Innsbruck

Bauherr: Neue Heimat Tirol, Gemeinnützige WohnungsGmbH
Stadtplanung: Stadt Innsbruck, Abteilung für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration
Architektur: Marte.Marte Architekten ZT GmbH
Fachplanung: Passivhaus Institut - Standort Innsbruck

Rund um die 1960 errichtete St. Paulus Kirche im Stadtteil Reichenau entstanden drei neue Baukörper. Östlich, hinter die Kirche gesetzt, ragt ein elfgeschoßiger Wohnturm in die Höhe und schließt an eine bestehende Parkanlage und die umliegende Wohnbebauung an. Die weiteren, nur zweigeschoßigen Bauteile orientieren sich stärker zum städtischen Raum der Hauptstraße und haben mit Kindergarten, Café und pastoralem Zentrum auch eine eindeutig öffentliche Nutzung. Mit der Setzung des Cafés und dessen Außenbereich entsteht ein neuer belebter Ort in direkter Nachbarschaft zum Kirchenvorplatz. Der Wohnungsneubau folgt dem Passivhausstandard, geheizt wird mit Fernwärme, die durch eine Solarthermie-Anlage gestützt wird.

Sanierung und Aufstockung Wohnanlage Saggen, Innsbruck

Bauherr: Neue Heimat Tirol, Gemeinnützige WohnungsGmbH
Architektur: Reitter Architekten ZT GmbH
Fachplanung: Passivhaus Institut – Standort Innsbruck

Eine Wohnanlage aus den 1950er Jahren mit 92 Wohnungen wurde umfassend saniert und gleichzeitig mit einer zweigeschoßigen Aufstockung um 32 Wohnungen erweitert. Neben der thermischen Sanierung erhielt ein Großteil der Wohnungen einen Liftanschluss und größere Balkone. Dämmmaßnahmen und der Einbau der dezentralen Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung wurden im bewohnten Zustand durchgeführt Die Aufstockung setzt sich durch ein straßenseitig umlaufendes Fensterband vom sanierten Bestand ab, gliedert sich in Ihrer Höhe aber ohne weiteres in die umgebende Bebauung ein. Sowohl die Sanierung des Bestands als auch die umfassende Aufstockung erfolgte nach den Qualitätsmaßstäben des Passivhaus-Instituts.

Neubau Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen, Hall

Bauherr: Land Tirol
Architektur: Franz & Sue ZT GmbH
Fachplanung: DI Dieter Schwaninger

Das Konzept des neuen Sammlungs- und Forschungszentrums ist bestechend einfach. Statt Depots, Restaurierungswerkstätten und Büros ausschließlich oberirdisch anzuordnen, gräbt sich der Neubau fast zur Gänze ein. Nur das oberste der drei Geschoße ragt aus dem flachen Hang heraus. Die konstante Temperatur des Erdreichs wird thermisch genutzt und reduziert somit den Aufwand, um das notwendige Raumklima für die Sammlungsgegenstände herzustellen. Im quadratischen Grundriss sind außen die Depoträume angeordnet, nach innen folgen ein umlaufender Erschließungsgang und schlussendlich die Büros und Werkstätten um einen zentralen, belichtenden Innenhof. Die Anordnung der Depoträume im Erdreich sorgt für stabile und umweltschonende Konditionierung.

Neubau Schule am See, Hard

Bauherr: Marktgemeinde Hard
Architektur: Baumschlager Hutter Partners Holding ZT GmbH
Fachplanung: E-Plus GmbH

Die bestehende Sporthalle der Gemeinde Hard direkt am See erhält mit diesem Schulneubau eine städtebaulich sinnvolle Erweiterung. Der bisherige Parkplatz wird durch eine neue Schulsporthalle überbaut und räumlich gefasst. Dahinter entstehen ein neuer Platz und ein Fußgängerweg, der das Schulhaus erschließt. Das kammartige Zurückversetzen der Gebäudeteile formt vier Häuser und Zugänge und gliedert damit das Großvolumen. Die Cluster-Klassen mit dazwischenliegenden Höfen sind mit Blick zum See ausgerichtet. Umlaufende Balkone gewähren von allen Räumen einen direkten Zugang zum Außenraum. Validierte PHPP-Berechnung, Tageslichtsimulation, ökologische Baustoffe und umfassendes Monitoring überzeugen.

Neubau Feuerwehr Lustenau, Lustenau

Bauherr: Marktgemeinde Lustenau
Architektur: projektCC ZT gmbh
Fachplanung: SPEKTRUM Bauphysik & Bauökologie GmbH

Das neue Feuerwehrhaus in Lustenau ist in seiner klaren Struktur für den Ernstfall optimiert. Die freiwilligen Feuerwehrleute treffen am hinteren Parkplatz ein, die transparente Fassade ermöglicht beste Orientierung über alle wichtigen Räumlichkeiten. Mehrere parallele Zugänge erschließen Umkleiden, Einsatzinformation und Fahrzeuge. Im Obergeschoß sind großzügige Räumlichkeiten für Schulungen und Veranstaltungen und viel Platz für die Nachwuchsförderung vorgesehen, im Keller Lager und Schlauchwaschstraße. Zum hinteren Hof springt ein Teil des Gebäudes zurück. Das markante Dach überspannt hier einen gedeckten Platz, der gerne auch für Feste genutzt wird. Energietechnisch wird das Grundwasser fürs Heizen und Kühlen genutzt.

Ensemble Gemeindebauten Mellau

Bauherr: Gemeinde Mellau
Architektur: Dorner\Matt Architekten
Fachplanung: DI Günter Meusburger GmbH

Zwei Neubauten mit Kindergarten und Veranstaltungsaal schließen den Platz rund um die bereits bestehenden öffentlichen Einrichtungen des Gemeindehauses, der Volksschule und der Kirche. Etwas abseits des touristischen Zentrums entsteht so eine neue Dorfmitte für die in Mellau ansässige Bevölkerung, die für unterschiedlichste öffentliche Anlässe großzügige Innen- und Außenräume bietet. Die Architektursprache und die Größe der beiden Baukörper zeigen klar die öffentliche Nutzung. Gleichzeitig vermittelt die vielfältige Durchwegung aber auch zur umliegenden Wohnbebauung und Dorfstruktur. Beide neu errichteten Gebäude sind an die gemeindeeigene Fernwärme angeschlossen, Photovoltaik am Dach sorgt für sauberen Strom.

Neubau Wohnanlage "Das Haus am Park", Wien

Bauherr: Kallinger Bauträger GmbH
Architektur: feld72 Architekten ZT GmbH
Fachplanung: Dipl. Ing. Alexander Katzkow & Partner GmbH

Das „Haus am Park“ ist in relativ kleiner Wohnbau mit nur 29 Wohnungen, drei Büros und einem Tanzstudio im Erdgeschoss und steht direkt am zentralen Helmut-Zilk-Park im neuen östlichen Teil des Sonnwendviertels. Der höchste Bauteil steht selbstbewusst am Eck des Baufeldes. Mit der differenzierten, über den Hof belichteten und nach außen klar ablesbaren Erschließung setzt der Neubau seine urbanen Qualitäten im Inneren fort. Offene und frei nutzbare Stockwerkszimmer und gemeinsame Dachgärten stehen allen Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung. Slim-Building und Climaloop, hauseigene Marken des Eigentümers, sorgen für effizienten Materialeinsatz und geschickte Bauteilaktivierung und damit für Grundprinzipien der Nachhaltigkeit auf hohem Niveau.

Neubau Hörbiger-Areal Bauteil Süd, Wien

Bauherr: EGW Heimstätte GesmbH
Architektur: Geiswinkler & Geiswinkler Architekten ZT GmbH
Fachplanung: Vasko + Partner Ingenieure Ziviltechniker für Bauwesen und Verfahrenstechnik GesmbH

Auf dem ehemaligen Areal der Hörbiger-Werke entstanden mehrere neue Wohnbauten. Der Wohnbau im Süden schließt den Blockrand U-förmig. Unregelmäßig verteilte Balkone und die klare Rasterung der verzinkten Metallstäbe stehen im Wechselspiel. Die Fassade changiert zwischen offen und geschlossen, einheitlich und doch vielfältig. Zur Straße hin sind ausschließlich Smart-Wohnungen angeordnet, die Flügel und eine zweite Raumschicht zum Hof beinhalten Sonder-Wohnungstypen. Dazwischen spannt sich fast über die ganze Länge das großzügige Treppenhaus. Die effiziente Bauform und Gebäudehülle kommen dem Passivhausstandard sehr nahe, Fernwärme, Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung und Photovoltaik am Dach stellen das stabile Rückgrat eines nachhaltigen Energiekonzepts im sozialen Wohnbau dar.

Zu der mit dem Staatspreis ausgezeichneten Bundesschule Aspern von Franz&Sue Architekten finden am Donnerstag, den 14. November Architekturführungen statt: Architekturführung

Mehr Informationen: Staatspreis 2019

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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