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Anna ZehetgruberAnna ZehetgruberAnna Zehetgruber

Superscape 2020

30.09.2020

Am Abend des 28. September 2020 wurde der Architekturkonzeptpreis „Supersape“ zum vierten Mal in Folge verliehen.

Insgesamt 153 Konzeptskizzen von Teilnehmern aus 31 Ländern wurden eingereicht. Dabei handelt es sich um die höchste Beteiligung seit Beginn des Preises. Aus allen eingereichten Projekten nominierte die Jury sechs Konzepte für die Shortlist, die über den Sommer weiter ausgearbeitet wurden. Aus diesen wurde wiederum das Projekt „Die anderen Räume“ von Eva Herunter als Siegerentwurf ausgewählt. Ihr Projekt besticht durch seine Einfachheit und Poetik, die sich auf provokant „unproduktive“ Weise dem diesjährigen Thema, der Mixed-Used City, nähert.

Mixed-Use City
Nach der Industriellen, ist es nun die Digitale Revolution, die gesellschaftliche, ökonomische oder soziokulturelle Prozesse beeinflusst und damit einhergehend auch erweiterte Anforderungen an die Funktion und Nutzung der urbanen Lebensräume stellt. Die Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum, zwischen Wohnen und Arbeiten, zwischen digital und analog lösen sich zunehmend auf. Der gebaute Raum lässt sich in Folge auch nicht mehr monofunktional strukturieren. Für eine zukunftsfähige, nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung eröffnet die Idee der „Mischnutzung“ vielfältige Potenziale. Dabei spielt insbesondere die urbane Produktion und ihre steigende Bedeutung als wichtiger Bestandteil der durchmischten Stadt eine hervorgehobene Rolle.

Urbaner Wandel
Im Zuge der Digitalisierung fordert auch die urbane Produktion zunehmend ihren Platz im Stadtgefüge ein. Hierfür gilt es kreative Konzepte, innovative Modelle sowie Problemlösungen der Architektur auszuloten, die zukünftige räumliche und gesellschaftliche Herausforderungen des städtischen (Wohn-)Raums im Jahr 2050 eingehen. Vielzählige Fragestellungen kommen dabei auf: Wie können Mischnutzungen zwischen Wohnen, Arbeiten, urbaner Produktion und öffentlichem Raum räumlich und sozial funktionieren? Welche Arten der urbanen Produktion sind vorstellbar? Welcher Mehrwert entsteht dabei für die Nutzer? Welchen Bedürfnissen müssen Flächen im Wohnbau der Zukunft standhalten? Welche Rolle spielt der öffentliche Raum? Welche Lösungen, Produkte und Dienstleistungen könnten sich sowohl ökologisch, ökonomisch, sozial und funktional auch als nachhaltig erweisen?

Über Superscape
Seit dieser Ausgabe des Superscape wird der Preis als gemeinsames Projekt des privaten Bauträgers JP Immobilien und des gemeinnützigen Bauträgers WBV-GPA Wohnbauvereinigung für Privatangestellte ausgelobt. Ihr Anliegen ist es, soziale, kulturelle und umweltbezogene Belange als Teil der unternehmerischen Verantwortung zu unterstützen. Der mit der Digitalisierung einhergehende Gesellschaftswandel, welcher Veränderungen der Lebensweisen, der Arbeitswelt und deren Verortung mit sich bringt, ist dabei ebenso im Besonderen im Kontext des diesjährigen Themas „Mixed-Use City“ mitzudenken. Da Architektur und Stadtplanung immer auch in die soziale Umwelt eingreifen, ist es wichtig, einen Beitrag zu einem nachhaltigen Diskurs im Spannungsfeld zwischen Architektur, ihren Akteuren, Bewohnern und Gestaltern zu leisten. Im Vordergrund des „Superscape“ steht damit die Etablierung einer langfristigen Ideenwerkstatt, die durch visionäre Konzepte Impulse für heutige und zukünftige Architektur und Stadtentwicklung geben kann.

Mehr Informationen:
www.superscape.at

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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