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Bert KaufmannPriska Ketterer/Universität Bern

Symposium: Kirchenumnutzung

12.02.2020

Soll man sie verkaufen, abreißen, umnutzen? Wohin mit den Gotteshäusern – dieser Frage widmet sich das Herrenhäuser Symposium von 23. bis 25. März 2020 in Hannover.

Viele Kirchengebäude in ganz Europa können heute von den kirchlichen Institutionen nicht mehr betrieben und unterhalten werden. Ein Problem, das nicht nur Gemeinden, Diözesen und Landeskirchen, sondern auch die breite Öffentlichkeit beschäftigt - denn Kirchen sind Zeugnisse der abendländischen Kultur, die das Bild von Städten und Dörfern prägen. Welche Lösungen bieten sich an, um den Gebäuden eine sinnvolle Zukunft zu geben? Sollen sie Wohnraum für Familien oder Studierende bieten oder etwa als Eventlocations oder Kletterhallen genutzt werden?

Das Herrenhäuser Symposium "Kirchenumnutzung – neue Perspektiven im europäischen Vergleich" führt Verteter verschiedener Disziplinen zusammen, die das Thema international vergleichend diskutieren. Dabei werden Fragen gestellt wie: Was sagen Theologen zur Profanierung eines Sakralraums? Welche Kriterien sind für Architekten und Denkmalpfleger wichtig? Wie geht man bei der Planung von Kirchenumnutzungen vor? Welche Lösungen sind aus immobilienwirtschaftlicher Sicht nachhaltig? Wie gelingt es, für die Kirchen eine neue Rolle als öffentliche Orte zu finden? Welche besonderen Konzepte gibt es für Kirchengebäude im ländlichen Raum?

Gefördert wird das Symposium von der Volkswagenstiftung, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Hannover. Mit einem Fördervolumen von insgesamt etwa 150 Mio. Euro pro Jahr ist sie die größte private deutsche wissenschaftsfördernde Stiftung und eine der größten bundesdeutschen Stiftungen überhaupt. Ihre Mittel vergibt sie ausschließlich an wissenschaftliche Einrichtungen. In den mehr als 50 Jahren ihres Bestehens hat die Volkswagenstiftung rund 33.000 Projekte mit insgesamt mehr als 5,1 Mrd. Euro gefördert. Auch gemessen daran zählt sie zu den größten gemeinnützigen Stiftungen privaten Rechts in Deutschland.

Das Zielpublikum des Symposiums sind Verantwortliche aus Kirche, Denkmalpflege und Politik, Wissenschaftler, Angehörige von Bildungsinstitutionen sowie alle an der Thematik Interessierten. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Alle Vorträge werden simultan übersetzt.

Während des Symposiums werden im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen drei kleinere Ausstellungen zum Thema gezeigt. Zudem werden zwei Kurzexkursionen zu umgenutzten Kirchen im Raum Hannover angeboten.

Mehr Informationen: Herrenhäuser Symposium
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung wird erbeten.

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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