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Thames BathsSalto Architects

Symposium: Zur Zukunft der Stadt

29.04.2019

Im Rahmen der diesjährigen Ausgabe des Symposiums „Superstadt – Superlinz?“ zur Zukunft der Stadt stellt sich die Veranstaltung am 9. Mai nach 10 Jahren Superstadt, 2019 selbst in Frage. Von der Sozialen Revolution (2009) bis zur Revolte (2017) wurden bei Superstadt die wichtigsten Themen von Stadt und Stadtplanung diskutiert und die gebaute Realität ebenso reflektiert wie eine mögliche Utopie von Linz und anderen Städten.

Das 10-jährige Jubiläum wird zum Anlass, sich folgende Fragen zu stellen: Was hat sich seit 2009 verändert? Und was können wir von der Zukunft erwarten? In Linz, Athen oder Brüssel?
Linz wächst und wird immer urbaner. 2009, als Superstadt begann, war die Linz Europäische Kulturhauptstadt. Seitdem realisierte die Stadt etliche Projekte. Das Stadtschloss erhielt einen neuen Flügel, die ehemalige Tabakfabrik wurde re-programmiert, die Ars Electronica wurde erweitert und vieles mehr entstand. Andere Projekte waren weniger erfolgreich. Ursprüngliche Designs wurden dramatisch abgeändert (Musiktheater), Projekte wurden von der Linzer Bevölkerung abgewählt oder man stellte neue Regeln auf, die sich nun negativ auf die Baukultur auswirken (Wege zur Ökonomie im Wohnbau). Linz ist ambivalent. Die Stadt ist in einem ständigen Flux und erfindet sich neu, von einer Industrie- zur Kulturstadt, von Design-orientiert zu medien-basiert. Die Industrie liegt nahe am Zentrum, ohne dass dies ein Problem wäre, spätmoderne Apartmenttürme stechen aus der alten Stadttextur und niemanden stört es, das prominenteste Grundstück der Stadt wird seit Jahrzehnten als Parkplatz genutzt und neue Wohnquartiere funktionieren gut, obwohl weit entfernt von jeglicher Urbanität. Linz ist eine SUPERSTADT, nicht wahr?

Das Super-Image von Linz täuscht. Die Stadt hat ein riesiges Verkehrsproblem, die Bereiche entlang der Donau sind untergenutzt, Hochhäuser sind notwendig, aber es gibt kein Konzept dafür und geförderter Wohnbau ist nur mehr Ökonomie-getrieben. Es gibt Museen, aber keine bemerkenswerte Galerieszene, alternative Wohnräume für junge Leute sind rar, und außer der Kunstuniversität liegen die meisten Universitätsgebäude am Rand der Stadt.

SUPERSTADT, SUPERLINZ? fragt nach der Zukunft von Linz. Wie wird Linz mit der Donau umgehen? Gibt es ein Linz ohne Verkehr? Wie werden wir zukünftig in Linz leben und arbeiten? ArchitektInnen, ÖkologInnen, KünstlerInnen und PhilosophInnen präsentieren ihre Projekte und Ideen, verlinkt mit lokalen Diskursen. Wie werden Hochhäuser in Zürich gebaut? Wer bespielt Leerräume in Tallinn? Wie denkt man in Athen über Wohnbau? Und was macht man in London am Wasser? Und schließlich: Wer wird SUPERLINZ bauen?

Kuratiert wird das Symposium von Sabine Pollak, Sara Hammer und Frank Schwenk
9. Mai, SPLACE am Hauptplatz 6, 4020 Linz
von 10:00 bis 20:00 Uhr, 21:00 Uhr Superparty „Ten Years After“

www.superstadt.at; www.ufg.at

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