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Über Lebenszyklus und Gebäudebetrieb

12.12.2017

„In Betrieb gesetzt! Was kommt ins Laufen?“ so lautet der Titel des Internationalen Kongresses BauZ!, der von 24. bis 26. Jänner in der Messe Wien parallel zur Messe Bauen & Energie stattfinden wird.

Der 15. BauZ! Kongress sieht den Gebäudelebenszyklus aus der Perspektive des Gebäudebetriebs im weitesten Sinne. Was kommt ins Laufen? Die folgenden vier Themen sollen im Rahmen des Kongresses bei Vorträgen, an runden Tischen und in Diskussionsrunden beleuchtet werden.

Gebäudebetrieb im Lebenszyklus
Die Themenschwerpunkte sind u.a.: Der Gebäudebetrieb mit Interesse an Energieeffizienz, CO2-Emissionen, Kosten und Nutzen der automatisierten Gebäudesteuerung, Kosten und Nutzen vereinfachter Konzepte, Sanierungen als Faktor im Lebenszyklus, Nutzerzufriedenheit, Innenraumklima, Luftqualität, Immobilienwert, Vermietbarkeit, die Betriebskosten ambitionierterer Freiräume, begrünter Fassaden und Dächer sowie Gemeinschaftsräume. Im Rahmen der unterschiedlichen angebotenen Formate geht es im Weiteren um selbstlernende und sich selbstüberwachende Gebäude, Intelligent Buildings, Smart Homes oder Net Zero Energy Buildings – im Betrieb!

Finanzierung, Wirtschaftlichkeit, Verantwortung
Im Rahmen dieser Session werden die Verantwortung für das Wachstum des Kapitals und die Verantwortung für das Wachstum des Gebäudenutzens ebenso angesprochen wie Innovative Finanzierungsmodelle. Im Speziellen dreht sich hierbei alles um Leistbarkeit und die Verantwortung der öffentlichen Hände, Social Housing – Sozialer Wohnbau, Baugruppen, Cohousing, Crowd Funding und Gemeinwohlökonomie.

Integrale Planung im Lebenszyklus
Das Interesse an der Planung als Prozess geht in zwei Richtungen: einerseits zur Datenqualität, Stichwort BIM, andererseits zur Qualität der Kommunikation unter den Akteuren entlang der Produktionskette. Inhaltlich interessieren Planungen, die das spätere Ende des Gebäudes mitplanen und dabei die Themenfelder neue Modelle für Zusammenarbeit in der Planung und Ausführung, digitalisierte Planung mit Gebäudemodellen (BIM), Facility Management, Rückbau, Design für Demontage, Urban Mining oder Kreislaufwirtschaft.

Urbanität, Raumplanung, das Leben in der Stadt
Wenn Verdichtung zu Urbanität führen soll und nicht nur zu Enge, ist es vor allem die Dichte der Funktionen auf einer Fläche, die erhöht werden muss. In diesem Zusammenhang werden die folgenden Aspekte nicht unberücksichtigt bleiben: Hochhäuser, Wohnhochhäuser, Erdgeschoßzonen, urbane Produktion, Urban Manufacturing, Urban Farming, Grün – am Gebäude, auf dem Gebäude, im Freiraum, der Kampf um das Dach als Ort der Energiegewinnung, für Gartenbau (Urban Gardening), als Gemeinschaftsdachgarten oder in Form von individuellen Luxus-Penthäusern. Und wenn das selbstfahrende Auto Realität wird, dann wird es viel Freiraum in den Städten geben, weil 70 Prozent der heute von Autos beanspruchten Flächen frei werden.

Ein dichtes Programm
Eine begleitende Exkursion eröffnet den Kongress am 24. Jänner. Geführt von Ulla Unzeitig führt die Exkursion zum Plus-Energiedachboden in ein Jahrhundertwende-Haus mit smarter Haustechnik und Monitoring-Ergebnissen. Danach geht es weiter in die Seestadt Aspern zum HoHo Wien, dem weltweit höchsten, partiell aus Holzelementen entstehenden Hochhaus, den Abschluss bildet der Neubau Türkenwirtgebäude der Universität für Bodenkultur Wien, in Wien 19, Peter-Jordan-Straße 76 des Architekturbüros Baumschlager Hutter. 
Am 25. Jänner gebe Vorträge Einblick in die Themen „Partizipation im Wohnbau – die Praxiserfahrungen“, und in einer Podiumsdiskussion um internationale Erfahrungen. Nachmittags gibt es die Möglichkeit am klimaaktiv-Workshop, einer Diskussionsplattform über „Energieflexible Systeme – Speicherfähigkeit von Gebäuden teilzunehmen, an runden Tischen mit den internationalen Delegierten zu sprechen oder in der Session 3 zum Thema Dichte und Lebensqualität mehr überqualitätsvolles Weiterbauen historisch geprägter Stadtstrukturen, den Mobilitätsausweis für Immobilien oder verschiedene Nachverdichtungsszenarien bezüglich erneuerbarer Energieversorgung und der Lebensqualität der Nutzer zu erfahren. Im Rahmen weiterer Sessions geht der Kongress neben zahlreichen Vorträgen auch um Gebäude- und Energiedaten im städtebaulichen Maßstab sowie u.a. auch an Runden Tischen (World Café) weiter und zwar zu Themen wie „Im Grünen“, „Gebäudetechnische Alternativen“, „Kreislaufwirtschaft“, „BIM-Methoden für die Praxis“, Projekte in der Zusammenarbeit der CTGU Yichang und der FH Technikum Wien oder Convivial Practices wie Partizipation, Vorfertigung und DIY.
Mit einer abschließenden Podiumsdiskussion „Eine kulturelle Entscheidung!“ endet der Kongress am Freitag, den 26. Jänner etwa um 18:00 Uhr.

Mehr Informationen zum vorläufige Kongressprogramm: www.bauz.at

IBO – Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie GmbH
Alserbachstraße 5/8, A-1090 Wien
T: (01) 319 20 05
E: kongress@ibo.at
I: www.ibo.at

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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