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Vienna Design Week: Pee Power

03.10.2018

Im Rahmen der Vienna Design Week präsentiert der Laufen Innovation Hub ein wegweisendes Zukunftsprojekt, das Industrie, Kunst, Keramik und nachhaltiges Design auf kreative Weise verbindet. In Kooperation mit EOOS Design entwickelte und designte der österreichische Sanitärkeramik-Spazialist Laufen unter Einsatz einer auf Brennstoffzellen basierten Technologie des Bristol Robotics Lab der University of West England das Projekt  „Pee Power“, das aus Urin Strom erzeugt.

Weltraummissionen müssen mit Ressourcen besonders sparsam umgehen, weshalb die Weltraumfähre als Metapher für diesen zukunftsfähigen Designzugang dient. In das Innere der hier gewählten Form der Raumkapsel  gelangt man über eine Leiter. Nachdem die Schiebetür verriegelt ist, kann das genderneutrale Urinal von Männern wie Frauen gleichermaßen verwendet werden. Rohstoffe können, wie die Natur uns zeigt, im Kreislauf geführt werden, ohne Abfall zu produzieren. Die sich and er Natur inspirierende und vom Bristol Robotics Laboratory gebaute Brennstoffzelle kann aus dem Abwasser Urin wertvollen Strom erzeugen. Im Rahmendieses Prozesses wird Abwasser vorgereinigt und gefährliche werden Patogene abgebaut. Eine Baueinheit besteht aus 22 Brennstoffzellen, die jeweils aus einem keramischen Zylinder und zwei Kohlenstoffelektroden bestehen, die von Urin umspült werden. Mikroorganismen spalten Elektronen im Urin ab. Der durch Urin erzeugte Strom wird durch eine elektronische Schaltung in einem Akku gespeichert und kann später eingesetzt werden. Aus den 22 Brennstoffzellen kann genug Energie gewonnen werden, um eine LED Lampe (8 Watt = Glühbirne 60 Watt) für zirka 30 Minuten zum leuchtenzu bringen.

Stromerzeugung mit Keramik
Laufen unterstützt dieses innovative Projekt auch durch die Produktion der keramischen Zylinder. Sie sind das Herzstück der mikrobiellen Brennstoffzelle, da sie als elektrochemische Brücke die Stromerzeugung ermöglichen. EOOS entwickelte im Rahmen dieses Programms eine Toilette, die verschiedene Stoffströme (Wasser, Fäkalien, Urin) trennt und so eine optimale Grundlage für Aufbereitungstechnologien schafft. Diese transformative Technologie wird bereits im Feld getestet, mögliche Anwendungsgebiete reichen vom Antrieb von Mikrorobotern über die Beleuchtung von Toilettenanlagen in Flüchtlingslagern bis zu Musikfestivals.

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