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Wenn Beton schwimmt

08.08.2017

Bei der diesjährigen internationalen Betonkanu-Regatta in Köln holten zwei österreichische Studententeams der Technischen Universität Graz jeweils einen zweiten Platz.

Bereits zum 16. Mal fand heuer im Juni die ungewöhnliche Regatta statt, bei der es darum geht, bei frei wählbarer Methode aus zementgebundenem Baustoff ein wasserdichtes und fahrtüchtiges Kanu zu bauen. Alle zwei Jahre nehmen Studierende technischer Universitäten, Fachhochschulen und anderen Institutionen, an denen Betontechnik gelehrt wird, an diesem spannenden Sport- und Kreativwettbewerb teil. 125 Mannschaften mit knapp 1.000 Teilnehmern von rund 50 europäischen Universitäten zeigten auch dieses Jahr nicht nur sportliche Leistung, sondern auch technisches Fachwissen und Kreativität.

Dass auch Beton schwimmen kann, beruht auf dem „archimedischen Prinzip“. Das Verdrängen von Wasser gibt dem Boot Auftrieb. Ist die mittlere Dichte des Kanus geringer als die Dichte des verdrängten Wassers, schwimmt es. „Bei diesem Wettbewerb ist es möglich, Spaß bei Sport und Spiel, Teamarbeit und technische Tüftelei unter einen Hut zu bringen“, meint Frank Huber, Geschäftsführer der Zement+Beton GmbH. „Daher unterstützen und fördern wir die Teilnahme österreichischer Studententeams so gut wir können“.

In der Kategorie Leicht erreichten die Grazer mit ihrem Kanu „Fragiler“ mit 15,25 kg Nettogewicht auf 5,39 m den zweiten Platz. 2015 gelang es ihnen mit  dem bisher leichtesten Kanu „Fragile – Handle with care“ einen Rekord aufzustellen. Heuer unterboten Studenten der TU Dresden das Grazer Team und siegten mit dem 11,25 kg leichten und 4,18 Meter langem Kanu „Leichter als Pappe“. Ebenfalls den zweiten Platz erreichten die Grazer in der Kategorie Konstruktion. Die „Printess Layer“ ist weltweit das erste Betonkanu, das in einem Stück in 3D gedruckt wurde. Trotz 175 kg Kampfgewicht machte es eine gute Fahrt und lag souverän im Wasser. Sieger dieser Kategorie war das Team der ETH Zürich mit „skelETHon“. Auch die FH Campus Wien war heuer erstmals mit einem Team vertreten. Ihre Flotte „Kanu Reeves“ wurde aus mehreren, von Glasfasermatten zusammengehaltenen Schichten eines Spezialbetons gegossen. Bereits 2015 waren mehrere österreichische Teams am Start. Neben der TU Graz war die FH Kärnten sowie die TU Wien vertreten, die mit „Booto Wagner“ und „Adol Floos“ punkteten. Huber zeigt sich erfreut über die Erfolge der österreichischen Teilnehmer, die mit ihrer Leistung international aufzeigen, was es heißt, Fachwissen zu sammeln, innovativ umzusetzen, in den Bootsbau reinzuschnuppern, selbst Beton zu mischen und sportlich wie inhaltlich Teamgeist zu beweisen.

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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