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Wettbewerb: Kirchner Kaserne Graz

29.01.2020

Der von der „ARE Development“ und dem Immobilienunternehmen „Immovate“ ausgelobte Wettbewerb rund um die Realisierung des neuen Wohnquartiers auf dem Areal der Kirchner Kaserne in Graz wurde Ende Oktober 2019 juriert.

Gleich zwei Sieger brachte der städtebauliche Wettbewerb hervor: Von insgesamt 58 Einreichungen konnten die Grazer Architekturbüros „schwarz-platzer“ und „Pentaplan“ den Sieg für sich entscheiden. Sie werden nun gemeinsam mit dem Bauherren das neue Quartier realisieren.

"Grundlage für den Wettbewerb bildete der bereits 2017 gemeinsam mit der Stadt in einem kooperativen Planungsverfahren erarbeitete städtebauliche Rahmenplan. Jetzt, da auch der Realisierungswettbewerb entschieden ist, kann intensiv mit den Objektplanungen für das Wohnquartier – einem der größten Wohnbauprojekte der Steiermark – gestartet werden. Läuft alles plangemäß, können die ersten Bewohner 2023 einziehen", so der Geschäftsführer Hans-Peter Weiss von „ARE Development“.

„Wir freuen uns, dass die ehemalige Kaserne nun auf Basis der beiden besten Projekte als vielseitige und offene Wohnoase realisiert wird. Nach knapp 200 Jahren Zutrittsverbot wird wieder Leben am Areal einziehen. Davon wird auch der gesamte Bezirk Jakomini nachhaltig profitieren. Die Wurzeln der Immovate liegen in Graz. Daher liegt uns die Weiterentwicklung der Stadt und ihrer Stadtteile seit Jahren besonders am Herzen“, sagt „Immovate“-Geschäftsführer Martin Kurschel.

„Wie bei allen Entwicklungsprojekten in Graz ist uns  höchste Qualität ein Anliegen. Dieses vorliegende Wettbewerbsergebnis sieht eine urbane Verdichtung vor, die alle Vorzüge vom Wohnen über großzügige Freizeit-, Grün- und Sportflächen bis hin zu attraktiven Geh- und Radwegen mit Anbindung zur Mur anbieten wird. Das wird eine echte Aufwertung für den ganzen Bezirk Jakomini“, so Stadtbaudirektor Bertram Werle.

„Das dynamische Bevölkerungswachstum der Stadt Graz macht die Schaffung neuen Wohnraums notwendig. Ich bin froh, dass die Stadt über so geeignete Baulandreserven wie das Reininghaus-Gelände, die Smart City im Bereich des Hauptbahnhofs oder eben die Kirchner-Kaserne verfügt, in denen hochwertige Wohngebiete anbieten können. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass wir grüne Wohlfühlräume mit attraktiven Freizeitnutzungen zur Verfügung stellen, die jederzeit zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar sind“, ergänzt der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl. 

Neues Wohnquartier in zentraler Lage
Auf Grundlage der erwähnten Siegerprojekte errichten die beiden Eigentümer auf dem 5,7 ha großen ehemaligen Kasernenareal 450 bis 550 freifinanzierte Miet- und Eigentumswohnungen in der Größe von 35 bis 100 m². Neben den Wohnbauten schaffen großzügige Grün- und Freiräume sowie Durchwegungsmöglichkeiten einen Mehrwert für die zukünftigen Bewohner und den Bezirk. Im nördlichen Bereich entstehen auf dem Areal unter anderem ein rund 10.000 m² großer öffentlicher Sportplatz sowie ein nochmals zirka 10.000 m² großer öffentlicher Park. Das denkmalgeschützte Stabsgebäude wird nach der Revitalisierung einer öffentlichen Nutzung zugeführt und soll zukünftig einen Identifikationspunkt bilden.

Das Areal der ehemaligen Kirchner Kaserne liegt zwischen Mur und Ostbahnhof nur drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, der Hauptbahnhof ist in 20 Autominuten erreichbar. Durch die Buslinien 34 und 34E sowie der Regionallinie 671 ist das Quartier auch öffentlich gut angebunden. Durch die nahegelegene Autobahn erreicht man den nächsten internationalen Flughafen in 15 Minuten.

Wohnbauinitiative
Die Wohnungen sind Teil einer groß angelegten Wohnbauinitiative, in deren Rahmen die ARE bis Ende 2020 bis zu zwei Milliarden Euro in die Errichtung freifinanzierter Miet- und Eigentumswohnungen investiert. Bis heute wurden bundesweit bereits rund 2.300 Wohnungen fertiggestellt, weitere zirka 6.500 Wohneinheiten befinden sich in Bau oder in Planung.

Mehr Informationen:
www.are.at
www.immovate.com

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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