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Wirtshauskultur trifft Moderne

22.03.2019

Das Le Méridien München benötigte ein neues Interieur für das hoteleigene Restaurant, welches eine vielfältige Nutzung des Gastraumes ermöglichen sollte. Das Team von formwaende war dabei gefragt, ein Konzept zu entwickeln, bei dem sowohl in ruhiger Atmosphäre gefrühstückt, ein Snack genossen, ein Feierabendbier getrunken und ein Dinner eingenommen werden kann. 

Im Designkonzept trifft die bayerische Wirtshauskultur auf die moderne Münchner Küche. Materialien wie Holz und Leder spielen hierbei eine wichtige Rolle. Diese strahlen Natürlichkeit, Bodenständigkeit und eine Verbundenheit zur Region Bayern aus. Im Kontrast dazu werden die Materialien Glas, Metall und Filz eingesetzt. Der ganze Raum erhält eine Modernität, ohne dabei seine Gemütlichkeit zu verlieren. 

Bereits beim Betreten der Hotellobby ist das Restaurant durch den Innenhof hindurch sichtbar. Der eigentliche Zugang zum Restaurant erfolgt über eine Seitenstraße. Hier wurde der Eingang mit Materialien gestaltet, die sich im Innenraum wiederfinden. Ein Spiel mit hellen und dunklen Flächen zieht den Gast in das Restaurant. 

Im vorderen Teil des Gastraumes befinden sich die Bar und der Stammtisch. Durch die öffenbaren Fensterfronten fließen der Innen- und Außenraum ineinander und bieten einen direkten Austritt in den grünen Innenhof. Im hinteren Teil des Restaurants gelangt man in den Buffetraum, der die Speisen für Frühstück und Mittag präsentiert. Strukturiert wird der langgezogene Gastraum durch Wandelemente, die durch sechs eingeschobene Nischen charakterisiert wird. Die Rückwände sind mit verschiedenfarbigen Filzschindeln bekleidet, während die Laibungen mit einem dunklen Leder bezogen wurden. Die helle Front wird durch eine horizontale Lattung aus Holz gebildet. Dieses raumgliedernde Element zieht sich durch das gesamte Restaurant. Durch einen abgetönten, gläsernen Raumteiler und einen in gleicher Bauweise gestalteten Kubus vor dem Küchenzugang wird der Raum zoniert. Die integrierten Schiebetüren verbinden bzw. trennen beide Raumteile. 

Das Farbkonzept ist überwiegend ruhig gehalten und bewegt sich zwischen verschiedenen gedeckten Tönen. Die blauen Filzelemente der Nischen werden zum starken Blickfang und spannen einen gestalterischen Bogen zum gesamten Erdgeschoß, das von formwaende in vier Bauabschnitten vollständig umgestaltet wird.

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