Direkt zum Inhalt
Andrea MartiradonnaAndrea MartiradonnaAlex FilzAlex FilzBirgitta Hjelm-LuontolaBirgitta Hjelm-LuontolaLuc BoeglyLuc BoeglyStefano AnziniStefano Anzini

XI. Grand Prix Casalgrande Padana

26.06.2019

Erst kürzlich wurde in Rom in der “Casa dell’ Architettura” der Grand Prix Casalgrande Padana, der den Einsatz von Baukeramik würdigt, zum 11. Mal feierlich verliehen. Wer sind die Gewinner der Ausgabe 2019?

Er kann auf eine dreißigjährige Geschichte zurückblicken und ist damit mittlerweile ein Klassiker, der internationale Architektur-Wettbewerb Grand Prix Casalgrande Padana. Der 1990 von Casalgrande Padana, einem auf die Herstellung hochwertiger großformatiger Feinsteinzeugplatten für die Anwendung im Innen- wie im Aussenbereich spezialisierten Unternehmen, ins Leben gerufene Grand Prix ist ein kritisches Auswahlverfahren, bei dem das Material Baukeramik als eigentlicher Protagonist des architektonischen Entwurfs Beachtung findet. Ausgezeichnet werden jene Entwerfer, denen es am besten gelingt, im Rahmen ihrer Bauvorhaben, die technischen Eigenschaften und zahllosen ästhetischen Ausdrucksmöglichkeiten der Feinsteinzeugelemente aus der Kollektion des Herstellers Casalgrande Padana einzusetzen. Das Augenmerk bei der Bewertung der Projekte liegt dabei auf der Auswahl bedeutender Werke auf internationaler Ebene, die Feinsteinzeugplatten zu einem untrennbaren Bestandteil des jeweiligen Bauvorhabens machen. Berücksichtigt wird im Rahmen der Jurierung die architektonische Hülle, die den integrierenden Bestandteil des dem Werk zugrunde liegenden Konzeptionsprozesses selbst darstellt und erfolgreich umgesetzt wurde. Prämiert werden dabei Bauten unterschiedlicher Typologien.

Eine unabhängige Jury, die die sich aus Experten der Branche, Architekten und Architekturkritikern, sowie Universitätsprofessoren und Pressevertretern aus den Bereichen der Architektur und Innenarchitektur zusammensetzt, bewertet die eingereichten Projekte.

XI. Grand Prix – die Gewinner 2019

Am 24. Mai waren die Preise der 11. Ausgabe feierlich übergeben worden; Stattgefunden hatte die Preisverlihung in dem im 19. Jahrhundert errichteten Aquarium im Zentrum Roms, das heute in neuer Nutzung der römischen Berufsvertretung der Architekten als Veranstaltungsort dient.

Die Jury wählte 2019 Projekte die zwischen 2016 und 2018 errichtet wurden in vier Kategorien aus:
1) Geschäfts- und Bürobau (große Flächen)
2) öffentliche Bauten im Bereich Dienstleistung und Industriebau 
3) Wohnbau sowie
4) Fassadenverkleidungen, Bodenbeläge in Außenbereichen, Schwimmbädern und SPA. 

In der Kategorie Geschäfts- und Bürokomplexe (große Flächen), ging der erste Preis an Filippo Taidelli Architetto für zwei Projekte, in der Mailänder Peripherie, für den Humanitas Universitätscampus in Rozzano und das Humanitas Kongresszentrum in Pieve Emanuele (Italien).
Die Gestaltung beider Komplexe zeugt von ausgeprägter kompositorischer Sensibilität sowohl in Bezug auf die Innenraumqualität als auch in Bezug auf eine harmonische Oberflächengestaltung. Neutrale Naturtöne bestimmen die hinterlüfteten Fassaden der Baukörper im Besonderen des Campus-Projekts.

Im Bereich Öffentliche Bauten und Dienstleistungsbauten, Industriegebäude, durfte sich NOA Network of Architecture für sein Projekt Alpin Panorama Hotel Hubertus Valdaora (Italien) über den ersten Preis freuen. 
Im Zuge der Erweiterung und Renovierung des bestehenden Hotels wurde dem Swimmingpool besonderes Augenmekr geschenkt, er kragt wie eine Art schwimmende Aussichtsplattform weit über das darunterliegende Tal aus. Dessen ‚ganzheitliche‘ Keramikverkleidung unterstreicht den monolithischen Charakter und rückt das schwebende, von zwei Säulen getragene Element in den Vordergrund. Auch im Innenraum kommt Keramikprodukten, mit unterschiedlichen Oberflächen, Formaten und Farben zur Gestaltung der Räumlichkeiten besondere Bedeutung zu.

Die Kategorie Wohnbau konnte die Architektin Birgitta Hjelm-Luontola mit ihrem Projekt LuxLine Pori (Finnland) für sich entscheiden.
Der Einsatz von abwechselnd matt und glänzend glasierter Baukeramik in den unterschiedlichen Bereichen des Hauses unterliegt einer kontrollierten Regie und unterstreicht somit die strikte Gesamtkomposition mit einem abwechslungsreichen Spiel der Oberflächen. 

Und in der Kategorie Fassadenverkleidungen, Bodenbeläge 
in Außenbereichen, Schwimmbädern und SPA wurde Alfonso Femia Atelier(s) gleich mit zwei Bauten zum Sieger gekürt und zwar für den neuen Komplex für Bildung und Ausstellungen Dallara in Varano de’ Medici, Parma (Italien) ebenso wie für das Projekt I Giardini di Gabriel, Asnières-sur-Seine (Frankreich). 
Alfonso Femia setzt im Komplex für Bildung und Ausstellungen Dallara in Varano de’ Medici, Parma Keramik in seiner besonderen dreidimensionalen diamantförmigen Oberfläche ein  um die vertikalen Flächen zu verkleiden. Bei der Wohnanlage in Asnières-sur-Seine trägt an der Fassade dazu bei, das dekorative Element als ausdruckstarken Bestandteil des Gesamtprojekts zu unterstreichen. 

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
Werbung
Werbung