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Ziegel auf Ziegel

12.07.2017

In Kooperation mit dem Architekturzentrum Wien schufen Studierende der TU Wien mit ihrem Projekt BRICKerl im Museumsquartier einen Pavillon aus Ziegel, der im Laufe des Sommers als Workshopraum für das Experimentieren mit Lehm dienen soll.

Als Nährboden des Entwurfs diente die Frage danach, wie wir bauen, der sozialen, ökonomischen und politischen Verfasstheit einer Gesellschaft und dem Umgang mit dieser komplexen Textur. Unterstützt wurde der studentische Forschungsdrang von David Calas und dem Londoner Architekturkollektiv ASSEMBLE – die nun bereits das zweite Semester eine Gastprofessur an der TU Wien halten und bekannt für ihre spielerisch-analytische Herangehensweise sind. Mit Lehm als Kernthema geht es bei diesem experimentellen Entwurf um eine Neudefinition des Hauptbausteines Wiens – des Ziegels, der bei diesem Projekt im Mittelpunkt steht. Verwendet wurde dafür der Wienerberger Hochlochziegel aus der Hennersdorfer Fabrik. Statt den Ziegel wie gewohnt hinter Putz und Mörtel zu verstecken wird er bei diesem Pavillon selbst zur Fassade. Die Verbände werden durch Palettenbändern zusammengehalten und in eigens entwickelter Nähtechnik an eine primäre Holzkonstruktion gebunden.  Auch der Inhalt der Bespielung ist durch das Material Lehm und den gebrannten Ziegel definiert. Das Herz des Pavillons bildet ein Ziegelbrennofen, der für Workshops verwendet wird und das freudige Experimentieren einem breiten Publikum möglich macht. Bis zum Abbau des Pavillons Mitte September kann hier jeden Mittwoch und Donnerstag um 17:00 am Lehmexperiment teilgenommen werden.

Autor/in:
Redaktion Architektur & Bau Forum
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