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Änderungen beim Gewinnfreibetrag

17.02.2014

Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2014 wird die Begünstigung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrags stark eingeschränkt.

Bisher konnten natürliche Personen bestimmte Wertpapiere und/oder körperliche Wirtschaftsgüter anschaffen, um den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag in Anspruch zu nehmen. Dies bedeutete, dass ein Betrag bis zu 13 Prozent des Gewinns steuerfrei bleiben konnte, wenn betreffende Vermögensgegenstände angeschafft wurden. Darüber hinaus stand jedem der Grundfreibetrag von 13 Prozent des Gewinns in Höhe von maximal 3.900,00 Euro zu – egal ob Investitionen getätigt wurden oder nicht. Einzige Voraussetzung für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag war, dass die Wertpapiere bzw. die Wirtschaftsgüter vier Jahre behalten wurden. Zu einer Nachversteuerung kam es, wenn diese Behaltefrist nicht eingehalten wurde und bei Anschaffung der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag geltend gemacht wurde und keine Ersatzinvestition getätigt wurde.

Ab der Veranlagung 2014 kommen für die Begünstigung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrags nur mehr körperliche Wirtschaftsgüter infrage. Das bedeutet, dass ab 2014 keine Wertpapiere mehr für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag angeschafft werden können. Diese Einschränkung gilt für alle Wirtschaftsjahre, die nach dem 30. 6. 2014 enden. In Zukunft müssen daher körperliche Wirtschaftsgüter angeschafft werden, um in den Genuss des investitionsbedingten Gewinnfreibetrags von maximal 13 Prozent zu kommen. Bei Verkauf von Wertpapieren, für die noch vor 2014 der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag in Anspruch genommen wurde, kommt es innerhalb von vier Jahren zu einer Nachversteuerung, außer es werden Ersatzinvestitionen im Sachanlagevermögen getätigt. Beispielsweise könnte man nun viele Investitionen zusammenkommen lassen und diese durch den Verkauf von Wertpapieren finanzieren. 

Der Grundfreibetrag in Höhe von maximal 3.900,00 Euro bleibt von der Neuregelung unberührt und steht weiterhin allen natürlichen Personen zu.

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