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Architekturtage 2016 – wert/haltung

10.05.2016

Am 3. und 4. Juni 2016 finden in ganz Österreich bereits zum achten Mal die Architekturtage statt. Unter dem Motto wert/haltung stellen sie die gesellschaftliche Relevanz von Architektur in den Mittelpunkt und machen die gestaltete Umwelt vielfältig erfahrbar. Ein umfangreiches Programm bietet zahlreiche Möglichkeiten, Architektur hautnah zu erleben, Neues zu entdecken und Ungewöhnliches zu verstehen.

Holzwohnbau in der Seestadt Aspern von Architekten Berger+ Parkkinen/querkraft

Unter dem Titel wert/haltung rückt die gesellschaftliche Bedeutung der Architektur in den Mittelpunkt der diesjährigen Architekturtage, die am 3. und 4. Juni 2016 in ganz Österreich stattfinden werden. Eine zentrale Rolle spielt in diesem Kontext der Begriff Baukultur als umfassende Beschreibung für die gestaltete und lebenswerte Umwelt. Baukultur umfasst soziale, ökologische und ökonomische Aspekte, hat aber auch eine ästhetische und emotionale Dimension. Als gesellschaftlicher Prozess beeinflusst und prägt sie das Leben aller, erfordert aber auch das Engagement jeder und jedes Einzelnen. Was leistet also Architektur oder was leisten ArchitektInnen für die Gesellschaft? Leistet sich die Gesellschaft genug Architektur? 

Diesen vielfältigen Aspekten gehen die Architekturtage 2016 auf den Grund. Ein umfangreiches Programm bietet zahlreiche Möglichkeiten, Architektur hautnah zu erleben, Neues zu entdecken und Ungewöhnliches zu verstehen. Gestaltet wird dieses von den Architekturhäusern der Bundesländer und zeigt sich so vielfältig wie deren Regionen: Direkt vor Ort – in den Gebäuden, bei Baustellen- und Bürobesuchen – kann Architektur unmittelbar erfahren werden. Bei Begegnungen mit ArchitektInnen, BauherrInnen und NutzerInnen lässt sich die Entstehung und Wirkung von Architektur erleben. Veranstaltungen für Kinder und junge Menschen ergänzen das Programm. 

Arch. DI Georg Pendl, Präsident des Vereins Architekturtage: „Seit Kurzem wohnt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, in Europa ist der Anteil noch wesentlich höher. Das bedeutet, dass der Großteil der Menschen den Großteil der Zeit in von Menschen gebauter Umwelt verbringt. Der Einfluss, den die Qualität dieser Umwelt auf die Qualität des Lebens hat, ist offensichtlich und kann von allen positiv oder negativ erlebt und durchaus auch beeinflusst werden. Die Qualität des Gebauten zu beeinflussen, ist nicht nur das Interesse der Architektinnen und Architekten, sondern das jeder und jedes Betroffenen. zu machen und mit positiven Beispielen zu zeigen, was möglich ist, ist das Anliegen der Architekturtage.“ 

„Alles was geschieht, geschieht in gestalteten Räumen – in Innenräumen, in Stadt- und Landschaftsräumen – nur ist sich dessen kaum jemand wirklich bewusst. Der Raum ist aber immer da und wirkt auf uns, positiv oder auch negativ. Die Qualität von Architektur und deren Auswirkungen entstehen aber nicht zufällig, sondern durch Anstrengung. Umso wichtiger ist es, dass alle am Bauprozess Beteiligten deshalb dieselbe Werthaltung teilen. Beim Motto wert/haltung der Architekturtage 2016 geht es also um die Frage, wie es heute um diese Werthaltung bestellt ist. Was ist uns Architektur wert? Was könnten wir uns leisten, was glauben wir, uns leisten zu können und was leisten wir uns als eines der nach wie vor reichsten Länder der Welt tatsächlich?“ ergänzt Univ. Prof. Dr. Christian Kühn, Vize-Präsident des Vereins Architekturtage. 

Die Architekturtage finden seit 2002 biennal auf Initiative der Kammern der Architekten und Ingenieurkonsulenten und der Architekturstiftung Österreich statt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Die Zahl der Plätze ist jedoch teilweise begrenzt. 

Möglichkeiten für Anmeldungen (falls erforderlich) sowie das gesamte Programm der Architekturtage 2016 finden Sie auf der Website www.architekturtage.at.

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