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Architekturzentrum gab Jahresrückblick und –vorschau

08.02.2016

2015 war ein sehr erfolgreiches Jahr für das Az W. Die Sammlungsausstellung »Wien. Die Perle des Reiches« Planen für Hitler erzielte den größten BesucherInnenansturm in der Geschichte des Az W.

Insgesamt wurden im Vorjahr 14 Ausstellungen, davon 4 Ausstellungen im Ausland, präsentiert. Darüber hinaus organisierte das Az W 29 Veranstaltungen sowie spezielle Architekturvermittlungsprogramme für unterschiedlichste Zielgruppen. Über 430 Führungen und Workshops hat das Az W Vermittlungsteam 2015 abgewickelt. Dazu kamen 73 Tours im Stadtraum von Wien, die für nationale und internationale Fachgruppen und Delegationen sowie im Rahmen von Ausstellungen und Kooperationen speziell konzipiert wurden. 

Auch 2016 wird das Architekturzentrum Wien an 365 Tagen seinen BesucherInnen offenstehen und wieder zahlreiche Ausstellungen, eine Reihe speziell entwickelter Veranstaltungsformate und ein umfassendes Vermittlungsprogramm anbieten: Bis 01.02.2016 lief „kulturhauptstadt2024.at/1000 Argumente zur Kulturhauptstadt“, eine von Studierenden aus acht österreichischen Universitäten produzierte Ausstellung. „Zoom! Architektur und Stadt im Bild“ (10.03. – 17.05.2016), eine Ausstellung des Architekturmuseums der TU München, zeigt Arbeiten von dreizehn internationalen FotografInnen, die sich mit den Realitäten der Wohn-, Arbeits- und Lebenswelten der Menschheit beschäftigen. Die Sommerausstellung „Europas beste Bauten. Mies van der Rohe Award 2015“ (09.06. – 29.08.2016) präsentiert zum vierten Mal die innovativsten zeitgenössischen Architekturprojekte der vergangenen beiden Jahre. 2015 ging der Preis an die vom spanischen Architekturbüro Fabrizio Barozzi und Alberto Veiga errichtete Philharmonie in Stettin. Den Höhepunkt im Ausstellungsreigen 2016 bildet die Ausstellung von Gründungsdirektor Dietmar Steiner anlässlich seines Abschiedes. Von 06.10.2016 bis 20.03.2017 zeigt „Am Ende: Architektur. Die letzten 50 Jahre“ eine Aufarbeitung wie Abrechung mit der Architektur aus einem subjektiven Blickwinkel. Die Schau, die eng mit der Biografie Dietmar Steiners verbunden ist, spiegelt das in Wien reflektierte Architekturweltgeschehen der letzten 50 Jahre wider und will so den heutigen Zustand der Architektur kontextualisieren.

 

Sammlung des AZ W: Neuzugänge

Das Architekturzentrum Wien ist österreichweit die einzige Institution, die gezielt das architektonische Erbe Österreichs nach 1945 sammelt und bewahrt. Die Sammlung des Az W ist im letzten Jahrzehnt kontinuierlich angewachsen. Namhafte Neuzugänge von Vor-und Nachlässen im Jahr 2015 waren: Bernstein/Pieler (Dieter Bernstein, Jg. 1941, Erich Pieler, Jg. 1947), Luigi Blau (Jg. 1945), Erich Boltenstern Senior (1896 – 1991), Franz Fehringer (Jg. 1928), Fritz Gerhard Mayr (Jg. 1931), Ernst Plojhar (Jg. 1920), 
Roland Rainer (1910 – 2004), Wolfdietrich Ziesel (Jg. 1934), Fotoarchiv Margherita Spiluttini (Jg. 1947).

 

Mit Roland Rainer wurde 2015 der Nachlass einer der prägendsten Architektenpersönlichkeiten Österreichs vom Az W übernommen. Das Gesamtwerk von Margherita Spiluttini erweitert nun den Bestand der Sammlung um einen wesentlichen Aspekt und setzt einen neuen Sammlungsschwerpunkt, den der Architekturfotografie.

 

Nachfolge von Direktor Dietmar Steiner

Der Vorstand des Az W hat nach einem zweiten vertiefenden Hearing am 15.1.2016 eine Reihung von vier Kanditaten und Kanditatinnen vorgenommen und wird auf Grund dieser gemeinsam mit dem ExpertInnenteam, bestehend aus Dr. Claudia Haas, haas:consult und DI Markus Bogensberger, HDA Graz, eine Entscheidung treffen. Die finale Entscheidung über die Nachfolge von Direktor Dietmar Steiner wird in naher Zukunft bekanntgegeben.

 

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