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BAU knackt die Viertelmillion

26.01.2015

Die Münchner Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme hat in ihrer 50jährigen Geschichte erstmals die Schallmauer von 250.000 Besuchern durchbrochen. Zu der völlig ausgebuchten Fachmesse kamen an sechs Messetagen 251.200 Besucher, das sind über 16.000 mehr als 2013. 

Es kamen zwar auch mehr Besucher aus Deutschland, der deutliche Zuwachs ist aber den internationalen Gästen zu verdanken. Rund 72.000 Besucher kamen aus dem Ausland, das entspricht einem Plus von 20 Prozent. Etwa 65.000 Besucher kamen aus Architektur- und Planungsbüros.

„Mit den neuen Rekordzahlen hat sich die BAU jetzt auch eindeutig als Leitmesse außerhalb der EU herauskristallisiert“, kommentiert Messe-Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer. China (2.083 Besucher / 2013: 1.091 Besucher) und Südkorea (912 / 2013: 525) gehörten zu den Ländern mit den stärksten Anstiegen. China hat sich damit fest in den Top-Ten-Besucherländern der BAU etabliert, ebenso wie Russland (2.474 / 2013: 2.920). Auch aus Nahost, insbesondere aus Saudi-Arabien (477 / 2013: 280) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (423 / 2013: 200) kamen erheblich mehr Besucher als 2013. Nicht zu vergessen: Die Türkei. Mit 3.694 Besuchern (2013: 2.402) liegt sie hinter Italien auf Platz vier der Besucher stärksten Länder.

Traditionell starke EU-Länder wie Österreich (11.923), Belgien (1.330), die Niederlande (1.450), Slowenien (2.362), Polen (2.578), die Tschechische Republik (2.381) und Großbritannien (1.536) legten laut Veranstalter ebenfalls noch einmal deutlich zu. Mit mehr als 100 Firmen stellte Österreich (nach Deutschland) das größte Kontingent der 42 in München vertretenen Ausstellerländer.

Die gestiegene Internationalität der BAU spiegelt sich nicht nur in Zahlen, sondern auch im Feedback vieler Aussteller wider. Dorma-Chef Thomas Wagner: „Die Resonanz war überwältigend. Knapp 50 Prozent unserer Gäste am Stand kamen aus dem Ausland. Bereits nach dem vierten Messetag konnten wir knapp zehn Prozent mehr Messekontakte verbuchen als 2013.“ Für Thomas Lauritzen von Schüco ist die BAU „für die Baubranche mittlerweile das, was die IAA für die Automobilindustrie ist. Die internationale Ausrichtung ist einzigartig.“ Schwer beeindruckt zeigten sich auch viele internationale Aussteller, vor allem die Unternehmen aus China. „Positiv überrascht waren wir von der Gesprächsqualität und dass es direkt zu Vertragsabschlüssen kam“, berichtete beispielsweise Scott Lee, Marketing Direktor Guangdong Fenglu Aluminium.

Laut der vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführten Ausstellerbefragung bewerteten heuer 90 Prozent der Aussteller – sieben Prozent mehr als vor zwei Jahren – die Internationalität der Besucher mit „ausgezeichnet bis gut“. Auch die Besucherfrequenz wurde von den Ausstellern diesmal noch besser gesehen als 2013. Die Gesamtbewertung der Messe wird von fast allen Ausstellern (97 Prozent) mit „ausgezeichnet bis gut“ beurteilt. Nebenbei schätzen 81 Prozent der Aussteller die aktuelle wirtschaftliche Situation als positiv ein.

Die Besucherbefragung blieb im Ergebnis stabil auf sehr hohem Niveau. Steigerungen sind hier laut Veranstalter kaum noch möglich: 98 Prozent der Besucher bewerteten die BAU mit „ausgezeichnet bis gut“, 97 Prozent wollen in zwei Jahren wieder kommen. Bestnoten vergaben die Besucher insbesondere für die Breite und Vollständigkeit des Angebots sowie für die Präsenz der Marktführer. Hier ist die Zufriedenheit, wie bei fast allen Kategorien, nahe 100 Prozent. Das wichtigste Ziel, die Information über Neuheiten, haben 93 Prozent der Besucher erreicht, beim zweitwichtigsten, der Weiterbildung und Fachwissenserweiterung, hatten 94 Prozent Erfolg. Fast alle Besucher (96 Prozent) sind Fachbesucher.

Die nächste BAU findet vom 16. bis 21. Januar 2017 auf dem Gelände der Messe München statt.

Alle Neuheiten und Trends finden Sie online in unserem Sonderthema zur Bau München 2015.

Autor/in:
Redaktion Metall
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