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Chancen im Stanzen

27.08.2014

Der schwedische Atlas Copco Konzern steigt in das Geschäft mit Stanznieten ein.

Mit der angekündigten Übernahme des britisch-amerikanischen Stanzniet-Spezialisten Henrob setzt Atlas Copco auf ein wachstumsstarkes Marktsegment der modernen Verbindungstechnik. Henrobs größte Betriebsstätten liegen in Großbritannien und den USA. Das Unternehmen ist in privatem Besitz und erwirtschaftete in den zwölf Monaten von Juli 2013 bis Juni 2014 weltweit mit rund 400 Beschäftigten etwa 162 Millionen US-Dollar. Die Übernahme muss noch von mehreren Behörden überprüft werden und soll im dritten Quartal 2014 abgeschlossen werden.

Mechanisches Fügen im Trend

Das Stanznietverfahren ist eine stark wachsende Technologie, die vom Trend zum Leichtbau in der Automobilindustrie und anderen Branchen befördert wird. Stanznieten ist ein mechanisches Fügeverfahren, bei dem nicht vorgelochte Werkstücke aus zwei oder mehr Lagen miteinander verbunden werden: Ein Stanzniet durchstanzt die oberen Werkstücke und spreizt sich dann in der unteren Lage auf, ohne diese zu durchbrechen. Dadurch entsteht eine sehr feste Verbindung der verschiedenen Lagen, die durchaus aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen können. Das Stanznieten eignet sich vor allem für solche Fälle, in denen Schweißen schwierig ist oder ausscheidet, zum Beispiel für die Verbindung von Aluminium mit anderen Werkstoffen. „Henrob passt strategisch hervorragend in unser Portfolio von Verbindungstechniken für die Automobilindustrie“, sagte Mats Rahmström, Chef des Atlas-Copco-Konzernbereichs Industrietechnik. „Jetzt können wir unseren Kunden drei Kerntechnologien anbieten: Schraubtechnik, Klebetechnik und Stanznieten.“ 
Zu Henrobs Kunden zählen einige der führenden Automobilhersteller Europas und aus den USA. Atlas Copco sieht mit seiner großen Vertriebsmannschaft von mehr als 1000 Verkäufern in diesem Konzernbereich und seiner weltweiten Präsenz in mehr als 180 Ländern gute Expansionschancen im Bereich Stanznieten, weil nun auch Kunden in Ländern erreicht würden, in denen Henrob bislang weniger bekannt sei. Henrob soll in der Division „Werkzeuge und Montagesysteme für die Automobilindustrie“ im Atlas Copco Konzernbereich Industrietechnik ein eigener Geschäftsbereich werden. Der Markenname wird beibehalten. [red/atlascopco]

Autor/in:
Redaktion Metall
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