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Die Ausstatter

04.11.2013

Baustellencontainer bieten heute mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Für manche Hersteller gehören ­Wärmedämmung auf ­Niedrig­energiehausniveau und komplette EDV-Infrastruktur schon zum Standard.

Ein Baubüro beim Koralmtunnel mit Containern von Containex: Aus ­simplen Containern wurde ein funktionelles Produkt.
A1 Container setzt auf Komplettlösungen und bietet Baustellenbüros sogar mit sämtlichen Leitungen und Anschlüssen für das EDV-Netzwerk.

Der Markt für Baustellencontainer wird in Österreich von zwei Firmen geprägt. Marktleader ist Containex, ein Unternehmen der Walter-Gruppe. Europaweit zählt Containex zu den fünf größten Anbietern. Die Frage nach dem Grund des Erfolgs beantwortet Pressesprecher Gerhard Müller so: „Es ist uns gelungen, aus dem simplen Container ein sehr funktionelles, widerstandsfähiges Produkt zu schaffen.“ Müller meint, dass der modulartige Aufbau eine genaue Abstimmung der Container auf Einsatzzweck und Einsatzort ermöglicht. So etwa können der Boden, die Wände und das Dach auf Wunsch auf dem Niveau eines Niedrigenergiehauses wärmegedämmt sein.

Das Angebot für den Bau reicht von klassischen Bürocontainern, mit denen bis zu dreigeschoßige Anlagen mit individueller Raumaufteilung geschaffen werden können, bis zu kompletten Sanitärcontainern mit Duschkabine, Handwaschrinne und WCs. Geplant werden die Containerbauten­anlagen mit 3-D-Visualisierungssoftware, „damit können wir die Projekte realitätsnah darstellen“, sagt Müller.

Containex beschäftigt knapp 250 Mitarbeiter, rund 100 davon sind, so Müller, ständig in ganz Europa unterwegs, um Kunden zu beraten und zu betreuen. Gefertigt wird in sechs eigenen Produktionsstätten in Europa, erzählt Müller: „Sämtliche Komponenten kommen ebenso aus europäischer Fertigung, und wir sind stolz, dass wir ein durch und durch europäisches Produkt auf dem Markt anbieten können, hier eigene Werke betreiben bzw. Mehrheitsbeteiligungen an Produktionsstätten haben und nicht im fernen Osten fertigen.“ 

Nummer zwei am heimischen Markt ist A1 Container mit Hauptsitz in Bad ­Fischau. Das ursprünglich rein österreichische Unternehmen gehört seit zwei Jahren zur Algeco Scotsman Company, dem weltweit größten Containervermieter. Als besondere Stärke nennt Josef Hosiner, in der Geschäftsleitung für die Kundenbetreuung verantwortlich, das 360-Grad-Programm: „Wir bieten nicht nur den Container selbst an, sondern Komplettlösungen von der Planung bis zur Ausführung und kümmern uns auch um alle Nebenleistungen bis hin zur Einrichtung.“

Leitungen inklusive

Bürocontainer für den Bau können bei A1 Container beispielsweise jetzt auf Wunsch auch fix und fertig mit kompletter Infrastruktur für die EDV – sämtliche Leitungen und Anschlüsse – geliefert werden: „Immer mehr Kunden wünschen solche Komplettlösungen aus einer Hand“, sagt Hosiner. Bei der Wärmedämmung gibt es ebenfalls unterschiedliche Ausführungen. Die gesamte Palette vom Büro- über den Sanitär- bis zum Lagercontainer kann gemietet, geleast oder gekauft werden.

Während der Containermarkt klar ge­gliedert ist, spielen am restlichen Markt für Baustellungausstattung dutzende große und kleine Firmen mit. Eine immer wichtiger werdende Rolle kommt hier den Baumaschinenvermietern wie NHK, Zeppelin-Rental oder Drott zu. In ihrem Programm finden sich heute auch Raummodule, Stromaggregate, Bauzäune oder Verkehrssicherungen. Bauwerkzeughändler mischen ebenfalls mit wie beispielsweise der Familienbetrieb Rosa Moser. Alexan­der Moser führt das Unternehmen heute in der dritten Generation und erwirtschaftet mit 30 Mitarbeitern an die zehn Millionen Euro Umsatz. Moser bietet das komplette Programm eines klassischen Handelsbetriebs, das von A wie Abdeckungen bis zu Z wie Zäune reicht.

„Wir versuchen auf Messen und bei Herstellern Produkte zu finden, die am Bau benötigt werden, die dem Bauarbeiter die Arbeit erleichtern“, sagt Alexander Moser. Als eines von vielen Beispielen nennt er Vermessungsgeräte: „Hier hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan, vor allem Bosch hat neue, präzise Geräte zu sehr günstigen Preisen auf den Markt gebracht.“ Echte Innovationen gibt es auch im Beleuchtungsbereich. Moser führt beispielsweise LED-Chip-Baustrahler. „Sie sind in der Herstellung wesentlich günstiger als klassische LEDs“, erklärt er.

Und sie bieten alle Vorteile dieser Technik, vom minimalen Stromverbrauch bis zur langen Haltbarkeit. Nur bei der Leuchtstärke muss oft noch überlegt werden. Alexanders Mosers Tipp: „Als Pi-mal-Daumen-Regel kann man den Faktor 10 nehmen. Ein Zehn-Watt-LED-Chip leuchtet so stark wie ein früherer 100-Watt-Scheinwerfer.

Autor/in:
Wolfgang Pozsogar
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